Förderpreis der Stiftung Bildung:
Verein(t) für gute Kita und Schule

Bundesfamilienministerin Dr Franziska Giffey hat den Förderpreis "Verein(t) für gute Kita und Schule" der Stiftung Bildung in Berlin übergeben. Drei Kita- und Schulfördervereine wurden für ihre vorbildlichen Ideen zum diesjährigen Thema "Bildung frei von Geschlechterklischees" ausgezeichnet.

Mädchen lernen leichter Sprachen und Jungs besser Mathe? Klischees wie diese legen Kinder und Jugendliche schon früh auf Rollenmuster fest, mit Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung und Berufswahl. Ihre Talente können sie so nicht voll entfalten – weder für sich persönlich noch für den Arbeitsmarkt. Die ausgezeichneten Projekte zeigen auf besondere Weise: Es geht auch anders!

"Bildungspolitik muss immer auch Geschlechteraspekte berücksichtigen, wenn wir mehr Chancengleichheit erreichen wollen", sagt Prof.in Dr.in Gesine Schwan, Schirmherrin der Stiftung Bildung. "Die nominierten Kita- und Schulfördervereine und insbesondere die Preisträgerinnen und Preisträger haben dies hervorragend und beispielhaft umgesetzt."

Alle drei Projekte, die in diesem Jahr jeweils 5.000 Euro für ihr herausragendes Engagement erhalten, kommen aus Berlin.

  • Der Kita-Förderverein Heidemühler Rasselbande wird für das Projekt "Jahr des Regenbogens" ausgezeichnet. Es sensibilisiert Eltern, Kinder und pädagogische Fachkräfte für Geschlechter- und Familienvielfalt. Die Kinder kommen spielerisch dem Thema nahe. Dazu sind spezielle Lernmaterialien im Einsatz und bei einem Stammtisch bringen Eltern eigene Ideen ein.
  • Der Kita-Förderverein des Kinderladens Wilde Mö(h)re hat genderreflektierte und vorurteilsbewusste Bildung fest im Gesamtkonzept verankert. Das reicht von der Raumgestaltung bis hin zur Auswahl von Büchern und Spielzeug. Eltern und Fachkräfte ziehen an einem Strang und schaffen den Kindern ein Umfeld, in dem das Geschlecht nicht immer prägend ist.
  • Ausgezeichnet wurde außerdem der Schulförderverein des Werner-von-Siemens-Gymnasiums. Dort rücken Schülerinnen und Schüler Themen wie Feminismus, Aufklärung, Gender und Diversity stärker ins Bewusstsein. Dazu organisieren sie Workshops und Filmabende. Einnahmen daraus spenden sie etwa für Jugendliche, die wegen ihrer sexuellen Orientierung ihr Elternhaus verlassen mussten.
Der Förderpreis "Verein(t) für gute Kita und Schule" wurde dieses Jahr in Kooperation mit den bundesweiten Projekten Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag und Boys´Day - Jungen-Zukunftstag sowie der Initiative Klischeefrei und dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit vergeben. Der Preis wird gefördert auch durch Mittel des Bundesprogramms "Menschen stärken Menschen" des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Quelle: Pressemitteilung Stiftung Bildung, 12.11.2018
www.stiftungbildung.com

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