Stadt Oldenburg

Bildung eines Frühfördernetzwerkes für Familien mit Migrationshintergrund in den Stadtteilen Krusenbusch und Bümmerstede

Die Stadt Oldenburg setzt mit dem EFi-Projekt in Krusenbusch und Bümmerstede den Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit der Akteure der Elternarbeit, Frühen Hilfen und anderen Bildungseinrichtungen, um bestehende Kooperationsstrukturen des Frühfördernetzwerkes zu ergänzen und weiter auszubauen. Diese Stadtteile sind infrastrukturell benachteiligt und verzeichnen seit einigen Jahren einen stetig steigenden Zuzug von Migrantenfamilien. Mit niedrigschwelligen Angeboten sollen Bildungs- und Entwicklungsdefizite bei Kindern schon vor dem Eintritt in den Kindergarten vorgebeugt werden. Weitere Ziele sind die Kommunikation und Interaktion zwischen Eltern-Kind zu unterstützen, die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken und die Mehrsprachigkeit zu fördern. Dabei sollen zweisprachige Elternbegleiterinnen den Eltern die Aufgaben und Ziele der Elementarerziehung aufzeigen und sie dabei begleiten.

Das EFi- Projekt besteht aus drei Bausteinen:

  • Begleitung und Unterstützung von Familien durch ehrenamtliche Elternbegleiterinnen
  • Frühkindliche Entwicklung und Bildung,
  • sowie Eltern- bzw. Familienbildung.

Begleitung und Unterstützung von Familien durch ehrenamtliche Elternbegleiterinnen
Zweisprachige Elternbegleiterinnen unterstützen und beraten Familien mit Migrationshintergrund und ihre Kinder niedrigschwellig im Rahmen von Hausbesuchen. Sie bauen eine vertrauensvolle Beziehung zu den Familien auf und ermutigen bildungsferne Familien durch Information, Beratung und Begleitung niedrigschwellige bzw. präventive Angebote im Stadtteil wahrzunehmen. Die Begleitung der Migrantenfamilien ist ein kostenfreies Angebot.

  • Kooperation mit dem Projekt Gustl des Gesundheitsamtes der Stadt Oldenburg
    Mit dem Ziel, möglichst frühzeitig Information und Beratung rund um das erste Lebensjahr eines Kindes anzubieten, unterstützen die Elternbegleiterinnen die Mitarbeiterinnen von Gustl bei Hausbesuchen, um Sprach- und Verständigungsprobleme möglichst zu überwinden. Gustl=Guter Start ins Leben ist ein Projekt des Gesundheitsamtes der Stadt Oldenburg. Familienhebammen und Kinderkrankenschwestern des Gesundheitsamtes suchen alle Familien mit Neugeborenen mit und ohne Migrationshintergrund im Rahmen von Hausbesuchen auf.
  • Übergänge schaffen
    In Krusenbusch und Bümmerstede unterstützen zweisprachige Elternbegleiterinnen im Rahmen der Maßnahme "Übergänge schaffen" den Kontakt zwischen Migrantenfamilien, Grundschulen und Kindertagesstätten. Ziel ist es, den Eltern das Wissen über das deutsche Bildungssystem sowie die Bedeutung der aktiven Elternarbeit zu vermitteln. Darüber hinaus wirken sie als Brückenbauer und Übersetzerinnen bei Elternabenden, Veranstaltungen und Informationsnachmittagen.

Frühkindliche Entwicklung und Bildung
Angebote von früher Musik- und Bewegungserziehung sowie Sprachförderung sollen Kleinkinder aus sozial benachteiligten Familien mit und ohne Migrationshintergrund gezielt in ihrer Spiel-, Lern- sowie Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und fördern. Dazu gehört die frühe Förderung der motorischen, sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten der Kinder.

Eltern- bzw. Familienbildung
Durch verschiedene Angebote sollen Familien unterstützt, ihre Erziehungskompetenz gestärkt und Selbsthilfepotenziale aktiviert werden. In diesem Zusammenhang soll auch die soziale Integration und Kommunikation zur gesellschaftlichen Teilhabe der Migrantenfamilien und deren Kinder gefördert werden. Die Angebote richten sich insbesondere an Familien mit Migrationshintergrund sowie sozial benachteiligte Familien:

  • Offenes Beratungsangebot im Projektbüro
  • Musikalische Früherziehung
  • Griffbereit und Rucksack
  • Kreative Angebote für Kinder
  • FuN Baby
  • Bewegungsangebot: Yoga
  • Interkulturelles Frauenfrühstück
  • Interkulturelle Veranstaltungen und Feste


Kooperationspartner:

  • Amt für Jugend, Familie und Schule der Stadt Oldenburg mit dem Koordinierungszentrum Kinderschutz-Kommunales Netzwerk Frühe Hilfen und dem Fachdienst Tagesbetreuung von Kindern und Präventionsangeboten
  • Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg
  • Katholische Erwachsenenbildung Oldenburg e. V.
  • Evangelische Erwachsenenbildung Niedersachsen/Oldenburg
  • Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg
  • Grundschulen und Kitas (Bümmerstede/Krusenbusch)


zurück …

Ansprechpartnerin:
Dominika Knichalla-Hudziak
AWO Freizeit- und Begegnungsstätte "Frisbee"
Dwaschweg 281
26133 Oldenburg
T 0441 / 485 36 63
F 0441 / 36 16 89 67
Dominika.Hudziak@awo-ol.de

Projektträger:
AWO Bezirksverband Weser-Ems e. V.
Klingenbergstraße 73
26133 Oldenburg
T 0441 / 48 01 - 0

zurück …