Erwerbsbeteiligung von Müttern steigt

Destatis-Statistisches-Bundesamt_LogoIn Deutschland hat in den vergangenen Jahren die Erwerbstätigkeit von Frauen allgemein, aber auch von Müttern deutlich zugenommen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Und: Bei 13 Prozent der Paare ist die Frau die Hauptverdienerin.

In Deutschland hat in den vergangenen Jahren die Erwerbstätigkeit von Frauen allgemein, aber auch von Müttern deutlich zugenommen. Für Letztere spielt in diesem Zusammenhang die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Rolle.

2013 waren rund 61 Prozent der Mütter aktiv erwerbstätig, das waren sechs Prozentpunkte mehr als 1996 (55 Prozent). Ob Mütter berufstätig sind, ist besonders stark vom Alter der Kinder abhängig: 2013 waren Frauen mit Kindern unter drei Jahren am seltensten aktiv erwerbstätig (31 Prozent). Daneben spielt auch die Familienform eine Rolle: So arbeitete nur jede vierte alleinerziehende Mutter mit Kindern in diesem Alter (26 Prozent), aber 31 Prozent der Ehefrauen und 35 Prozent der Lebenspartnerinnen mit Kindern.

Von allen aktiv erwerbstätigen Müttern waren 2013 insgesamt mehr als zwei Drittel (70 Prozent) in Teilzeit beschäftigt - 1996 lag die Quote noch bei 51 Prozent. Besonders häufig arbeiteten 2013 Ehefrauen mit Kindern in Teilzeit (75 Prozent). Im Vergleich dazu waren nur 57 Prozent der Lebenspartnerinnen mit Kindern und 58 Prozent der alleinerziehenden Mütter in Teilzeit beschäftigt.

Bei 13 Prozent der Paare ist die Frau die Hauptverdienerin
Im Jahr 2013 verdiente bei 13 Prozent der Paare in Deutschland die Frau mehr als ihr Ehe- oder Lebenspartner. Bei 10 Prozent der Paare hatten die Partner ein ähnlich hohes Einkommen. Ganz überwiegend (77 Prozent) erzielte jedoch der Mann das höchste Einkommen im Haushalt. Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland. Im Jahr 2003 hatte bei 11 Prozent der Paare die Frau das höhere Einkommen bezogen.

Unter den nichtehelichen Lebensgemeinschaften war mit 24 Prozent der Anteil der Frauen, die ein höheres Einkommen als ihre Partner erzielten, deutlich höher als bei Ehepaaren (12 Prozent). Mit 21 Prozent war in Ostdeutschland der Anteil der Paare, bei denen die Frau mehr verdiente als ihr Partner, höher als in Westdeutschland. Hier lag dieser Anteil nur bei 11 Prozent. Bei Paaren mit Kindern waren mit 11 Prozent Frauen seltener die Haupternährerin in der Familie als bei Paaren, in deren Haushalt keine Kinder (mehr) lebten (15 Prozent).

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Weiterführende Informationen finden Sie in der Pressemitteilung von Destatis vom 05.03.2015 und in der Destatis-Rubrik Im Fokus vom 04.03.2015

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