Essen in Niedersachsens Kitas soll gesünder werden

Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, hat im Beisein von Niedersachsens Ernährungsministerin Barbara Otte-Kinast am 18. Februar 2020 der Verbraucherzentrale Niedersachsen (VZN) einen Zuwendungsbescheid über 216.000 Euro übergeben. Mit dem Geld wird die Verbraucherzentrale eine "Vernetzungsstelle Kita-Verpflegung" für Niedersachsen aufbauen. Die Einrichtung wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert. Ab 2021 beteiligt sich Niedersachsen mit Eigenmitteln an der Etablierung der Vernetzungsstelle in Höhe von 130.000 Euro pro Jahr.

Die Arbeit baut auf langjährige Erfahrungen der Verbraucherzentrale mit Ernährungsprojekten in Niedersachsen auf. Die Vernetzungsstelle befindet sich bereits seit Oktober 2019 im Aufbau, eingerichtet wurden zwei Personalstellen.

Sie soll eng zusammen arbeiten mit dem seit Oktober bestehenden Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN). Eine zentrale Aufgabe des ZEHN liegt in der Entwicklung einer Ernährungsstrategie für Niedersachsen.

Hintergrund
Kinder verbringen heute bis zu acht Stunden in Betreuungseinrichtungen. Eine kindgerechte und gesunde Ernährung dort kann auch die körperliche und geistige Entwicklung positiv beeinflussen. Das Verpflegungsangebot sowie das Wissen und die Kenntnisse rund um eine gesundheitsfördernde Verpflegung sind aber oft nicht zufriedenstellend. Verschiedene Studien zeigen, dass viele Kitas zu wenig Obst und Rohkost und zu häufig Fleisch und Fleischerzeugnisse anbieten.

In Niedersachsen besuchten 2018 fast 93 Prozent der drei- bis fünfjährigen Kinder eine Kita, bei den Kindern bis zwei Jahre waren es etwa 31 Prozent. Die Vernetzungsstelle soll als zentrale niedersächsische Anlaufstelle für den fachlichen Austausch über die Versorgung in den Kitas fungieren. Sie soll neben der Förderung des Ernährungsbewusstseins bei Betreuerinnen, Betreuern, Hauswirtschaftskräften oder Eltern auch der Stärkung der Fachkompetenz etwa von Kita-Mitarbeitenden oder auch Catering-Einrichtungen dienen. Zudem soll sie Informationen über Beratungs- und Fortbildungsangebote sowie über andere Ernährungsbildungsmaßnahmen bereitstellen.

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Weitere Informationen in der Pressemitteilung des Nds. Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 18.02.2020, auf www.ml.niedersachsen.de

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