Trampolin hilft Kindern suchtgefährdeter Eltern

Kinder, die mit suchtgefährdeten Eltern zusammenleben, leiden sehr unter ihrer Situation und sind später selbst anfällig für Suchtprobleme. Das Deutsche Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP), die Katholische Hochschule NRW und das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jungendalters (DZSKJ) unterstützen diese Kinder mit dem Projekt Trampolin.

Häufig erleben die Kinder zuhause Gewalt oder Vernachlässigung und schämen sich für ihre Eltern. Ziel des Gruppenpräventionsprogramms für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren ist es, sie in ihrer positiven Selbstwahrnehmung zu stärken. So können sie Vertrauen in ihre Problemlösefähigkeiten entwickeln. Eltern sollen auf die Bedürfnisse ihrer Kinder aufmerksam gemacht und motiviert werden, weitere Hilfen anzunehmen. Die Kinder treffen sich wöchentlich in kleinen betreuten Gruppen. Für die Eltern findet vor und nach dem Kurs ein Elternabend statt.

Beratungsstellen in ganz Deutschland haben das Angebot erprobt. Auch in Niedersachsen wird Trampolin angeboten: In Achim, Braunschweig, Celle, Hildesheim und Wilhelmshaven bestehen bereits Trampolin-Gruppen.

Die wissenschaftliche Begleitforschung zum Projekt wurde vom Bundesministerium für Gesundheit finanziert. Nun wird die Implementierung des Angebots in der Versorgungspraxis angestrebt.

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Weitere Informationen zu Trampolin unter www.projekt-trampolin.de

Mehr zum Thema Sucht und Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen auch unter www.kinderschutz-niedersachsen.de

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