Rucksack KiTA - Sprachförderung für Familien mit Migrationshintergrund

Mit dem Konzept "Rucksack KiTa" soll die Mehrsprachigkeit der Kinder gefördert werden, um ihnen eine soziale und berufliche Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen. Gleichzeitig können Eltern in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt und gefördert werden. Dies wiederum soll das Selbstbewusstsein der Familien mit Migrationshintergrund stärken: sie arbeiten an dem Programm verantwortlich mit und erfahren mehr darüber, wie wichtig eine Sprachförderung für ihre Kinder ist.

Das Programm "Rucksack" zielt insofern ab auf die Förderung der

  • Muttersprachenkompetenz
  • deutschen Sprache
  • allgemein kindlichen Entwicklung

bei Familien mit Migrationshintergrund.

Logo-RucksackAls Experten für die Erziehung ihrer Kinder sind die Eltern die Ansprechpersonen für den Erwerb der Muttersprache. Dafür treffen sie sich in dem neunmonatigen Programm wöchentlich, um die Arbeitsschritte durchzuführen, die sie zu Hause in der Familie wiederholen. In der Regel besuchen die Mütter das Programm. Die Beteiligung der Väter wird durch die Einbeziehung zuhause und durch spezielle Väter-Module gefördert. Angeleitet und beraten werden die Familien von ausgebildeten zweisprachigen Elternbegleiterinnen. Als Unterstützung für zuhause liegen Elternmaterialien mit Anregungen in Deutsch, Türkisch, Russisch, Arabisch, Italienisch, Serbisch (Kroatisch) und Englisch vor.

Voraussetzung für das Programm Rucksack ist, dass es an eine Kindertagesstätte angebunden ist. Hier erfolgt die Förderung in der deutschen Sprache parallel zu der Arbeit mit den Eltern. Dabei koordinieren die Kindertageseinrichtung und die Elterngruppe ihre Arbeit. Die Erzieherinnen und Erzieher gehen mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft ein, die auch die interkulturelle Öffnung der Einrichtung unterstützt.

"Rucksack" ist, ebenso wie "Griffbereit", ein Projekt der Kommunalen Integrationszentren in Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen dazu unter www.kommunale-integrationszentren-nrw.de.

Mit Förderung des Niedersächsischen Sozialministeriums koordiniert die LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. seit Juni 2016 die Angebote in Niedersachsen. Die Landeskoordinierung ist Anlaufstelle für bereits aktive Standorte, unterstützt Interessierte bei der Einführung des Programms, fördert den Praxisaustausch und schreibt die Qualitätsstandards des Programms für Niedersachsen fort. Gleichzeitig ist sie das Bindeglied zur Landeskoordinierungsstelle in Nordrhein-Westfalen, die bislang auch die niedersächsischen Standorte koordiniert hat.

zurück …

Landeskoordinierungsstelle Niedersachsen:
Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V.
Stiftstraße 15
30159 Hannover
T 0511 / 700 05 26
rucksack@lag-nds.de
www.lag-nds.de/rucksack

Mehr zum Thema

zurück …