Niedersachsen: Mehr Fachkräfte für die Kita

Zum Schuljahr 2018/2019 startet das Land Niedersachsen eine Reform der Erzieherausbildung, um mehr junge Frauen und Männer für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen zu gewinnen. Der "Niedersachsen-Plan: Mehr Fachkräfte für die Kita!" sieht mehrere Bausteine vor: Dabei geht es um die Ausweitung des Praxisanteils in der Ausbildung, den schnellstmöglichen Wegfall des Schulgeldes und die Möglichkeit einer Ausbildungsvergütung, wie das Niedersächsische Kultusministerium mitteilt.

Ausbildungszahlen weiter steigern
Aktuell befinden sich nach Angaben des Niedersächsischen Kultusministeriums so viele junge Menschen wie nie zuvor in Niedersachsen in einer Ausbildung zum Erzieher bzw. zur Erzieherin (mehr als 14.000). Zusätzlich sollen weitere 500 Ausbildungsplätze für sozialpädagogische Bildungsgänge an berufsbildenden Schulen geschaffen werden. Damit können neue Sozialpädagogische Assistenteninnen und Assistenten, Erzieherinnen und Erzieher sowie Heilpädagoginnen und Heilpädagogen ausgebildet werden.

Teilzeit-Variante in der Ausbildung und Vergütung ermöglichen
Die Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin oder zum Sozialpädagogischen Assistenten und zur Erzieherin oder zum Erzieher wird ab dem neuen Schuljahr auch in Teilzeit möglich sein. Durch den praktischen Einsatz in den Kindertageseinrichtungen neben der schulischen Ausbildung können die angehenden Fachkräfte eine Vergütung von den Trägern erhalten. Diese Variante der Ausbildung wird in Niedersachsen sowohl für den Berufseinstieg als auch für den Quereinstieg umgesetzt.

Schulgeldfreiheit umsetzen
Das Niedersächsische Kultusministerium plant außerdem, für Schülerinnen und Schüler an Schulen in freier Trägerschaft für den Schulbesuch der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz und der Fachschule Sozialpädagogik das Schulgeld ab 2019 zu übernehmen.

Quereinstieg erleichtern durch berufliche Vorbildung
Für den Quereinstieg in den Beruf der Erzieherin oder des Erziehers werden Ausbildungen in einigen therapeutischen Berufen oder als Gesundheits- oder Kinderkrankenpflegerin bzw. –pfleger anerkannt, die Ausbildungszeit verkürzt sich dann von vier auf zwei Jahre.

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