Stadtteilmütter: Migrantinnen leisten Integration

Seit 2009 arbeiten Stadtteilmütter in Familienzentren der Stadt Hannover. Die Migrantinnen, deren Kinder selbst eine Kita besuchen oder besucht haben, werden durch die Volkshochschule qualifiziert. In der Regel arbeiten die Stadtteilmütter neun bezahlte Wochenstunden in den Familienzentren. Sie bieten Eltern mit Migrationshintergrund

  • Hilfen beim Ausfüllen von Formularen,
  • Dolmetscherdienste,
  • Mitarbeit im Elterncafé,
  • Werbung für die Angebote im Familienzentrum,
  • Hilfen beim Aufsuchen von z. B. Job Center, Beratungsstellen, Schuleingangsuntersuchungen, Schulelternabenden oder Gesundheitsvorsorge.

Außerdem kooperieren die Stadtteilmütter je nach Bedarf auch mit Integrationslotsinnen und -lotsen sowie Integrationsbeiräten.

Durch ihre kombinierten Rollen als Mitarbeiterin im Familienzentrum, Bewohnerin des Stadtteils, Mutter in der Kita und Migrantin erreichen sie Familien, die sonst nicht bzw. nur schwer zu erreichen sind. Die Stadtteilmütter ergänzen, entlasten und verstärken damit die Arbeit der Familienzentren:

  • Beratungsangebote finden durch das Wirken der Stadtteilmütter mittlerweile eine größere Akzeptanz bei Eltern.
  • In den Familienzentren entstanden in Kooperation mit Erziehungsberatungsstellen zusätzliche offene Angebote. Eltern nutzen hier die Möglichkeit, Fragen zur Erziehung zu klären. Individuelle Beratungsgespräche werden dadurch verstärkt von den Eltern nachgefragt.
  • Die durch die Arbeit der Familienzentren begonnenen Prozesse der Aktivierung von Eltern und Familien wird fortgesetzt: Sinnvolle Freizeitgestaltung mit Kindern, Nachbarschaftshilfe, zum Beispiel bei der Kinderbetreuung, Kontakte knüpfen, das Partizipieren an Erfahrungen im Umgang mit Behörden und Institutionen, der Umgang und die Bewältigung von Konflikten.

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Kontakt
Landeshauptstadt Hannover
Fachbereich Jugend und Familie
Claudia Pallokat
Ihmeplatz 5
30449 Hannover
T 0511 / 16 83 41 83
claudia.pallokat@hannover-stadt.de
www.hannover.de

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