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Richtlinie und Antrag Familienförderung


Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Familien unterstützenden Maßnahmen

Die Förderung durch das Land Niedersachsen kann von den Trägern der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe beantragt werden. Gefördert werden können die Fortführung bzw. Neueinrichtung von Familienservicebüros, Mütterzentren sowie Projekte.

Familienbüros

Gefördert werden Familienbüros, die

  • ein koordinierendes Service-und Dienstleistungsangebot für Aufgaben nach dem Programm "Familienförderung" ausrichten.

Die Förderung der Familienbüros beträgt

  • für Landkreise, kreisfreie Städte und Städte ab 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bis zu 10.000 Euro pro Jahr
  • für alle übrigen Kommunen bis zu 3.900 Euro pro Jahr.

Projekte

Gefördert werden Projekte mit folgenden Inhalten/Zielgruppen

  • Erprobung von neuen Wegen in der Familienbildung und -beratung
  • Familien aus besonderen Zielgruppen (Migrationshintergrund, soziale Brennpunkte)
  • Familien, insbesondere im Hinblick auf Erziehungskompetenz und frühkindliche Bildung und Entwicklung von Kindern einschließlich vorgeburtlicher Maßnahmen (Angebote Früher Hilfen)
  • Elternarbeit (z.B. Erziehungslotsen, Neuerdenbürgerbesuche) und Elternnetzwerke
  • Stärkung benachteiligter Kinder mit begleitender Elternarbeit
  • Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu spezifischen Themen

Das Land fördert Projekte im Rahmen der Richtlinie bis zu maximal 50 Prozent. Die Förderanträge können beim Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie gestellt werden.

Voraussetzungen für eine Förderung sind

  • ein zielorientiertes Handlungskonzept mit den geplanten Maßnahmen in Kooperation mit den Gemeinden des Zuständigkeitsbereichs, die nicht Träger der öffentlichen Kinder-u. Jugendhilfe sind, und den örtlichen freien Trägern
  • eine jährliche Evaluierung und Fortschreiben der Maßnahmen
  • die Vernetzung und Abstimmung der Angebotsstruktur

Mütterzentren

Gefördert werden

  • pauschale Aufwandsentschädigungen für im Kernbereich von Mütterzentren tätige und nicht fest angestellte Personen, insbesondere in der allgemeinen Organisation und bei der Beschäftigung mit Kindern.

Die Förderung der Mütterzentren beträgt bis zu 6.000 Euro pro Jahr. Als Bemessungsgröße dürfen bis zu 10 Euro pro Stunde zugrunde gelegt werden.

Voraussetzungen für eine Förderung von Mütterzentren sind, dass

  • sie die notwendigen personellen und sachlichen Voraussetzungen für den Betrieb und die weitere Arbeit im Mütterzentrum schaffen
  • geeignete Aufenthaltsmöglichkeiten sowohl für Erwachsene als auch für Kinder vorhanden sind
  • es mindestens an drei Tagen und mindestens 15 Stunden in der Woche geöffnet und eine durchschnittliche jährliche Öffnungszeit von 40 Wochen hat
  • die Finanzierung gesichert ist

Antragsfrist ist jeweils der 30. September des Förderjahres (Antragsstellung vor Maßnahmebeginn!)

Achtung! Eine Förderung nach der Richtlinie Familienförderung erfolgt nur, wenn Maßnahmen nicht nach den Fördergrundsätzen für die Gewährung von Zuwendungen aus der "Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen 2012-2015" gefördert werden. Weitere Informationen dazu stehen auf dem Niedersächsischen Kinderschutzportal unter www.kinderschutz-niedersachsen.de zur Verfügung.