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Elterngeld/BasisElterngeld

Das Elterngeld bzw. BasisElterngeld erhalten Eltern, die ihr Kind in den ersten 14 Monaten nach der Geburt selbst betreuen wollen und deshalb nicht oder nicht voll erwerbstätig sind. Es ist nach der Höhe des Einkommens vor der Geburt des Kindes gestaffelt und steht Eltern oder den anderen Berechtigten gemeinsam mit 12 Monatsbeträgen zur Verfügung, die sie untereinander aufteilen können. Zwei zusätzliche Monate (Partnermonate) kommen dazu, wenn beide Eltern das Elterngeld nutzen und ihr Einkommen wegfällt. Studierende, Hausfrauen und Hausmänner sowie Eltern, die wegen der Betreuung älterer Kinder nicht gearbeitet haben, erhalten das Mindestelterngeld.

Eltern, deren Kinder ab dem 01.07.2015 geboren werden, können das BasisElterngeld auch mit dem ElterngeldPlus kombinieren.

Für wen?
BasisElterngeld erhalten

  • Eltern
  • Ehepartnerinnen und Ehepartner
  • Lebenspartnerinnen und Lebenspartner
  • Pflege- und Adoptiveltern
  • Verwandte bis dritten Grades in besonderen Ausnahmefällen.

In welchen Fällen?
Eltern können BasisElterngeld beziehen, wenn sie

  • das Kind selbst betreuen und erziehen
  • nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig sind
  • in einem Haushalt mit dem Kind leben
  • in Deutschland den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben.

In welcher Höhe?
Das BasisElterngeld kann das wegfallende Erwerbseinkommen zwischen 65 und 100 Prozent ersetzen. Es ist nach der Höhe des Einkommens vor der Geburt des Kindes gestaffelt:

  • für Nettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro: schrittweise bis zu 100 Prozent
  • für Nettoeinkommen zwischen 1.000 Euro und 1.200 Euro: 67 Prozent
  • für Nettoeinkommen von 1.220 Euro: 66 Prozent
  • für Nettoeinkommen von 1.240 Euro und mehr: 65 Prozent
  • mindestens 300 Euro monatlich
  • maximal 1.800 Euro monatlich
  • für Bruttojahreseinkommen von mehr als 500.000 Euro (Alleinerziehende mehr als 250.000 Euro): kein Anspruch auf Elterngeld
  • bei Selbständigen wird der wegen der Geburt des Kindes wegfallende Gewinn (nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben) ersetzt
  • bei Teilzeitbeschäftigen wird die Differenz zwischen dem durchschnittlichen Einkommen vor der Geburt und dem voraussichtlich erzielten Einkommen während des Elterngeldbezugs ersetzt

Gibt es Zuschläge für Mehrlingsfamilien?
Mehrkindfamilien mit kleinen Kindern profitieren vom so genannten Geschwisterbonus:

  • bei Geschwisterkindern: + 10 Prozent (mindestens 75 Euro) des zustehenden Elterngeldes
  • bei Mehrlingsgeburten: + 300 Euro für jedes zweite und weitere Mehrlingskind

Für wie lange?
Das BasisElterngeld kann in verschieden Zeitmodellen bezogen werden:

  • zwölf Monate für einen Elternteil
  • insgesamt vierzehn Monate: wenn zwölf Monate für ein Elternteil + zwei weitere Monate für den anderen Elternteil (Partnermonate)
  • sieben Monate: wenn beide Elternteile gleichzeitig
  • zu verlängern auf bis zu 24 Monate: wenn die Monatsbeiträge halbiert werden
  • Alleinerziehende vierzehn Monate: wenn es vorher eine Erwerbsbeteiligung gab
  • Alleinerziehende zwölf Monate: wenn es vorher keine Erwerbsbeteiligung gab.

Werden Sozialleistungen angerechnet?
Das Elterngeld wird bei

  • Arbeitslosengeld II
  • Sozialhilfe
  • Kinderzuschlag

als Einkommen angerechnet. Für Elterngeldberechtigte, die vor der Geburt des Kindes erwerbstätig waren, gibt es jedoch einen Elterngeldfreibetrag. Er entspricht dem Einkommen vor der Geburt des Kindes und beträgt höchstens 300 Euro. In dieser Höhe bleibt das Elterngeld bei den genannten Leistungen weiterhin anrechnungsfrei.

Bei anderen Sozialleistungen, zum Beispiel

  • BAfÖG
  • Wohngeld

wird das Elterngeld bis zur Höhe des Mindestbetrages von 300 Euro nicht als Einkommen berücksichtigt.

Weiterführende Informationen, Broschüren und Links

Beratung

Ein hilfreicher Elterngeldrechner zur Berechnung Ihres Elterngeldes steht auf der Website des Bundesfamilienministeriums zur Verfügung.

Rechtliches


Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) finden Sie auf der Website des Bundesjustizministeriums.


Buchtipp

Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit - Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz
Die ausführliche Broschüre des Bundesfamilienministeriums ist unter www.bmfsfj.de erhältlich.

Hier geht es um das Eltern-Geld, das Eltern-Geld-Plus und die Eltern-Zeit. Ein Heft in Leichter Sprache
Die Broschüre erklärt in Leichter Sprache die neuen Regelungen beim Elterngeld und der Elternzeit. Sie kann auf der Website des BMFSFJ kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

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