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Arbeitsfreistellung zur Pflege kranker Kinder

Ist das Kind erkrankt oder pflegebedürftig, haben berufstätige Eltern oder Elternteile einen Anspruch, von der Arbeit frei gestellt zu werden, wenn die Betreuung einer anderen im Haushalt lebenden Person nicht möglich oder zumutbar ist.

Rechtliches

Unter welchen Voraussetzungen?
Liegt für die Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit eine ärztliche Bescheinigung vor, sind zwei verschiedene Ansprüche auf Freistellung gegen die Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber zu unterscheiden

Bezahlte Freistellung
Die bezahlte Freistellung ist nach § 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt. Auf sie besteht ein Anspruch, wenn

  • die Freistellung für eine nicht verhältnismäßig erhebliche Zeit ist
  • und diese Vereinbarung nicht durch eine vertragliche Regelung (Tarif- oder Arbeitsvertrag) ausgeschlossen ist.

Unbezahlte Freistellung
Die unbezahlte Freistellung regelt sich nach § 45 Sozialgesetzbuch V (SGB V). Auf sie besteht ein Anspruch, wenn

  • eine bezahlte Freistellung nicht möglich ist
  • das Kind gesetzlich krankenversichert ist
  • das Kind nicht älter als zwölf Jahre ist.

Bei der unbezahlten Freistellung zahlt die gesetzliche Krankenkasse ein Krankengeld.

Für welchen Zeitraum?
Die bezahlte Freistellung ist nach dem Gesetzeswortlaut für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit möglich. In der Regel bedeutet dies wenige Tage.

Ein Anspruch auf Krankengeld besteht

  • für jeden Elternteil in jedem Kalenderjahr und für jedes Kind 10 Arbeitstage, insgesamt für das Kalenderjahr jedoch nicht mehr als 25 Arbeitstage
  • für Alleinerziehende in jedem Kalenderjahr und für jedes Kind 20 Arbeitstage, insgesamt für das Kalenderjahr jedoch nicht mehr als 50 Arbeitstage.
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