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Familienpatenschaften als wertvolle Begleitung im Alltag

Fünf Familienpatinnen und ein Familienpate haben in Seelze von Bürgermeister Detlef Schallhorn ihre Zertifikate erhalten. Nach erfolgreichem Abschluss einer 30-stündigen Ausbildung bieten die sechs Ehrenamtlichen seit Januar 2017 Seelzer Familien ihre Hilfe an. Wegen der Nachfrage von Familien nach Unterstützung ist zudem schon der nächste Lehrgang geplant, der nach den Osterferien beginnen soll.

"Wir haben damit ein Projekt nach Seelze geholt, das junge Familien unterstützt, wenn ihnen eine familiäre Situation über den Kopf wächst", sagt Initiatorin Marita Lilienthal vom städtischen Familienservicebüro. "Wir sind ganz glücklich, dass wir sechs Leute dazu befähigt haben, Familien auf diese Weise zu begleiten", ergänzt sie.

Die Familienpatinnen und -paten sollen in der Regel für ein halbes Jahr etwa ein- bis zweimal pro Woche in interessierten Familien zum Einsatz kommen und die Familien im Alltag mit Rat und Hilfe unterstützen, etwa als Begleitung bei Behördengängen oder bei der Kinderbetreuung. Ihr Einsatz sei vor allem als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht, betont Lilienthal.

"Ich habe viel Erfahrung im Umgang mit Kindern und würde gern etwas davon weitergeben", beschreibt die frühere Lehrerin Ulrike Blase ihre Motivation, bei dem Projekt des Familienservicebüros der Stadt Seelze mitzuwirken. Sie habe zunächst über eine Mitarbeit bei der Hausaufgabenhilfe nachgedacht, sei dann aber über einen Zeitungsartikel auf die Suche nach Familienpaten aufmerksam geworden.

Seine Erfahrung unter anderem im Umgang mit Kindern und Jugendlichen möchte auch Martin Griwatz einbringen. "Ich bin bereits bei den Pfadfindern und in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich aktiv", erzählt der Familienvater. Daher habe er sich gut vorstellen können, auch die Familienpaten zu verstärken.

Sevda Uckun versteht sich schon von Natur aus als Familienpatin. "Ich habe zuvor schon vielen Familien geholfen. Das macht mir Spaß und erfüllt mich", erzählt sie. Die 30-stündige Ausbildung habe ihr viele neue Erkenntnisse gebracht. "Was ich hier gelernt habe, ist für mich sehr hilfreich und ich habe viel für mich mitgenommen", sagt Sevda Uckun. So habe sie unter anderem gelernt, auch bewusst Grenzen zu setzen.

"Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei ihrer Aufgabe", gab Bürgermeister Detlef Schallhorn den Familienpatinnen und dem Familienpaten zum Start mit auf den Weg. Ihre ersten Einsätze sollen schon in Kürze beginnen. "Es gibt bereits Familien, mit denen wir Gespräche geführt haben und die wir für die Familienpaten vorgesehen haben", sagt Marita Lilienthal.

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