STARTSEITE | IMPRESSUM | SITEMAP

Shell Jugendstudie 2010

Die junge Generation in Deutschland sieht noch optimistischer in die Zukunft als in den vergangenen Jahren. Die Kluft zwischen den sozialen Milieus hat sich allerdings vertieft: Die Zuversicht der Jugendlichen aus sozial schwachen Haushalten ist weiter gesunken. Das ist das Ergebnis der 16. Shell Jugendstudie. Für die Studie wurden mehr als 2.500 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihrer Lebenssituation, ihren Glaubens- und Wertvorstellungen sowie ihrer Einstellung zur Politik befragt.

Die Untersuchung wurde gemeinsam von den Bielefelder Sozialwissenschaftlern Professor Dr. Mathias Albert, Professor Dr. Klaus Hurrelmann und Dr. Gudrun Quenzel sowie einem Expertenteam des Münchner Forschungsinstitutes TNS Infratest Sozialforschung im Auftrag der Deutschen Shell verfasst.

Einige Ergebnisse:

  • Vertrauen in die Zukunft: Soziale Unterschiede wirken sich auf die Lebenszufriedenheit von Jugendlichen und ihr Vertrauen in die Zukunft aus. 59 Prozent aller Jugendlichen blicken optimistischer in die Zukunft als in den vergangenen Jahren. Dagegen nimmt die Zuversicht von Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien auf 33 Prozent ab. Während fast drei Viertel der Jugendlichen im Allgemeinen zufrieden mit ihrem Leben sind, äußern sich Jugendliche aus unterprivilegierten Verhältnissen nur zu 40 Prozent positiv.
  • Bildung: Der Schulabschluss bleibt der Schlüssel zum Erfolg. Jugendliche, die sich unsicher sind, ob sie ihren Schulabschluss erreichen, blicken pessimistischer in die Zukunft als andere. Junge Frauen streben häufiger bessere Bildungsabschlüsse an als junge Männer.
  • Familie und Erziehung: Mehr als 90 Prozent der Jugendlichen haben ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern. Auch mit deren Erziehungsmethoden sind die meisten einverstanden. Fast drei Viertel aller Jugendlichen würden ihre eigenen Kinder so erziehen, wie sie selber erzogen wurden. Wieder zugenommen hat der Wunsch nach eigenen Kindern: 69 Prozent der Jugendlichen wünschen sich Nachwuchs.
  • Religion: Der religiöse Glauben spielt für die Mehrheit der Jugendlichen in Deutschland keine wichtige Rolle. Es bestehen allerdings Unterschiede: Während Religion für junge Menschen in den neuen Bundesländern zumeist bedeutungslos geworden ist, spielt sie in den alten Bundesländern noch eine mäßige Rolle. Ganz anders sieht es hingegen bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund aus: Sie haben einen starken Bezug zur Religion, der in diesem Jahrzehnt sogar noch zugenommen hat.
Zurück...