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Fachtagung Frühe Hilfen in Niedersachsen: Unterstützung von Familien in Gesundheits- und Erziehungsfragen

"Hand in Hand - für ein starkes Netzwerk!" war das Motto des dritten Fachtags Frühe Hilfen, zu dem das Niedersächsische Sozialministerium in Kooperation mit der Bundesinitiative Frühe Hilfen und der GEBIT Münster eingeladen hat. Rund 200 Expertinnen, Experten und Fachkräfte aus allen Bereichen der Frühen Hilfen hat Niedersachsens Familienministerin Cornelia Rundt am 8. Februar 2017 in Hannover begrüßt:

"Frühe Hilfen unterstützen Familien sowohl bei Gesundheits- als auch bei Erziehungsfragen. Ihr großer Vorteil liegt in dem niedrigschwelligen Zugang", so die Ministerin bei der Eröffnung der Veranstaltung. "Ich freue mich, dass wir in Niedersachsen immer wieder Motor bei der fachlichen Weiterentwicklung dieser Angebote sind. So sind zum Beispiel die Familienhebammen eine Hilfeform, die von Niedersachsen ausgehend inzwischen bundesweit etabliert ist."

Schwerpunkt des diesjährigen Fachtages waren die aktuellen Herausforderungen, denen sich Niedersachsen angesichts der großen Zahl geflüchteter Kinder und ihrer Familien hierzulande stellt. Bereits in dem Landesprogramm "Gut angekommen in Niedersachsen" wurde deutlich, wie gut familienunterstützende Projekte dazu beitragen, dass Integration gelingt. Dieses Programm läuft seit 2015. Dafür stehen in diesem wie im nächsten Jahr jeweils rund 1,4 Mio. Euro zur Verfügung.

Modellprojekt
Auch das neu gestartete Modellprojekt "Zentrale Frühe Hilfen" fokussiert sich auf Zugewanderte: So gehen Fachkräfte "Früher Hilfen" wie Familienhebammen sowie Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen in Flüchtlingsfamilien und stehen ihnen bei organisatorischen und medizinischen Fragen hilfreich zur Seite. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheits- und Jugendämtern. An dem Projekt beteiligen sich die Landkreise Northeim und Verden sowie die Stadt Wilhelmshaven und die Stiftung Eine Chance für Kinder. Jeder dieser Standorte erhält in diesem und in den nächsten beiden Jahren jeweils 150.000 Euro Unterstützung vom Niedersächsischen Sozialministerium.

Niedersachsen hat das Angebot Früher Hilfen in den vergangenen zehn Jahren deutlich ausgeweitet: Ausgehend u.a. von dem niedersächsischen Landesmodellprojekt "Koordinierungszentren Kinderschutz – Kommunale Netzwerke Früher Hilfen" (www.koordinierungszentren-kinderschutz.de) wurden die Frühen Hilfen im Zug des Bundeskinderschutzgesetz seit 2012 bundesweit etabliert (www.fruehehilfen.de). Heute gibt es in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Niedersachsens Netzwerke Früher Hilfen, die für junge Familien passende Angebote entwickeln (www.gutaufwachsen.de)

Breites Themenspektrum

Neben einem Fachvortrag von Heinz Müller, Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz, zum Themenschwerpunkt standen acht Workshops aus der gesamten Bandbreite der Ansätze und Projekte Früher Hilfen auf dem Programm: Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen im Kontext Früher Hilfen, Ehrenamt und Frühe Hilfen – Dorfhelferinnen in Niedersachsen, Öffentlichkeitsarbeit in den Frühen Hilfen, Migrationssensible Ansätze Früher Hilfen, Vertrauensschutz im Kontext Früher Hilfen – Umgang mit dem Datenschutz, Prävention von Kinderunfällen, Wirkungen Früher Hilfen, Präventionsketten in Niedersachsen – gesundes Aufwachsen für alle Kinder sowie FIS Frühe Hilfen wird zu gutaufwachsen.de

Öffentlichkeitsarbeit in den Frühen Hilfen

Bundesinitiative-Frühe-Hilfen_LogoUnter anderem erläuterte Heike Bludau von der Landeskoordinierungsstelle für die Bundesinitiative Frühe Hilfen, welche Möglichkeiten es gibt, um Eltern über die Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten Früher Hilfen zu informieren. Dazu wurden beispielhafte Öffentlichkeitskampagnen des Landkreises Hameln-Pyrmont und des Landkreises Stade mit der Hansestadt Buxtehude vorgestellt. Beide haben unter anderem auf den bereits bestehenden Elternfilm Frühe Hilfen in Niedersachsen zurückgegriffen und ihn regional individualisiert.

Übrigens! Der Elternfilm kann über Youtube in andere Websites eingebettet werden und steht darüber hinaus im Materialienpool von www.netzwerke-fruehe-hilfen.de als Download zur Verfügung.

inforo-online_LogoFür die Öffentlichkeitsarbeit als Bestandteil der Netzwerkarbeit präsentierte Stefanie Bärwald das Portal www.inforo-online.de der Bundesinitiative Frühe Hilfen. Das Portal soll nach einem Relaunch noch komfortabler für die Nutzerinnen und Nutzer werden.

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