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Ohne Bildung keine Teilhabe - Projekt EFi und Sonderfonds

Drei Tage lang, vom 8. bis 10. Mai 2012, ging es in Hannover um die aktuellen Herausforderungen der Bildungs- und Sozialpolitik: Über 1.500 Fachleute diskutierten auf dem 79. Deutschen Fürsorgetag über frühe Hilfen, frühkindliche sowie inklusive Bildung, das Bildungs- und Teilhabepaket, die Qualifizierung von Fachkräften, lebenslanges Lernen oder aktives Altern. Der alle drei Jahre stattfindende Leitkongress des Sozialen wurde auf Einladung der Landeshauptstadt Hannover und des Landes Niedersachsen vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. veranstaltet. Er fand bereits zum vierten Mal in Hannover statt.

Deutscher-Fürsorgetag-2012_Messestand-MSAm Messestand 16 in der Niedersachsenhalle des HCC und in Workshops präsentierte die Nieder-sächsische Landesregierung ihre sozial-, integrations- und kultuspolitischen Landesinitiativen und Schwerpunktthemen. Zu den vorgestellten Projekten zählte u.a. das vom Land finanzierte Projekt "EFi – Elternarbeit, Frühe Hilfen und Migrationsfamilien". Mit EFi erreichen die Jugendämter, dass Bildungs- und Präventionsangebote besser miteinander verknüpft werden und der Zugang zu den Angeboten für Migrationsfamilien leichter wird. "Das gelingt uns beispielsweise mit Erziehungslotsinnen und - lotsen oder Elternmedientrainerinnen und -trainern mit eigenem Migrationshintergrund. Sie können zwischen den Einrichtungen und den Familien wichtige Brücken bauen", so Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan, die den Markt der Möglichkeiten eröffnet hat.

Auch der Sonderfonds "DabeiSein!" der Landesstiftung "Familie in Not" wurde am Messestand präsentiert. Er unterstützt unbürokratisch und schnell Bildungs- und Freizeitmaßnahmen für Kinder aus finanziell benachteiligten Familien, die keinen Anspruch auf das Bildungspaket haben. Bisher konnte 14.700 Familien mit einer Summe von rund 1,25 Mio. Euro geholfen werden. Mehr dazu unter www.dabeisein-nds.de

Am Stand und in einem Workshop vorgestellt wurde außerden die Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN): Mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich bei dem Workshop über ihre Ziele und Methoden. Die HSBN hat einen integrierten, indikatoren- und partizipationsgestützten Ansatz, der auf der Basis von Sozialdaten einzelne ausgesuchte Regionen problemorientiert untersucht. Die Daten bieten eine Grundlage für politische Entscheidungen auf regionaler Ebene, insbesondere zur Verbesserung der Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen. Es wird möglich, Armutsentwicklungen als mehrdimensionales Problem zu erkennen und vorhandene Entwicklungschancen zu nutzen. Die HSBN dient auch als Arbeitsgrundlage für das Niedersächsische Bündnis für alle Kinder. Mehr dazu unter www.sozialberichterstattung-niedersachsen.de.

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