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Babylotse plus: beispielhaftes Projekt für Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen

Das Bundeskabinett hat am 27.06.2012 die Einführung der "Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen" beschlossen. Die Verwaltungsvereinbarung ist wichtiger Bestandteil der Regelungen des am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetzes. Die Bundesinitiative fördert deutschlandweit den Aus- und Aufbau der Netzwerke Frühe Hilfen, die junge Familien und werdende Eltern unterstützen. Als beispielhaftes Projekt startete bereits Anfang Juni das Projekt "Babylotse plus" an der Berliner Charité.

Koordinierungsstelle auf Bundesebene bei NZFH
Die Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen startet zum 1. Juli 2012. Sie fördert den Aus- und Aufbau sowie die Weiterentwicklung der Netzwerke Frühe Hilfen. Dazu gehören der Einsatz von Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren sowie deren Qualifizierung und Fortbildung. Gefördert wird der Einsatz von Familienhebammen und auch von ehrenamtlichen Strukturen in den Frühen Hilfen. Die Länder sind zuständig für die Qualifizierung, Qualitäts-entwicklung und Qualitätssicherung in den Förderbereichen.

Nationales-Zentrum-Frühe-Hilfen_LogoAuf Bundesebene wird eine Koordinierungsstelle beim Nationalen Zentrum Frühen Hilfen (NZFH) eingerichtet, die für die inhaltliche Umsetzung und Koordinierung, die modellhafte Erprobung sowie die Evaluation der Bundesinitiative zuständig sein wird. Der Bund stellt für die Bundesinitiative in diesem Jahr 30 Millionen Euro zur Verfügung. 2013 sind es 45 Millionen Euro, in den Jahren 2014/2015 dann jährlich 51 Millionen Euro. Ab dem Jahr 2016 stellt ein Fonds Mittel in dieser Höhe zur Verfügung.

Mit Babylotsen Vorbehalte und Ängste gegen Hilfsangebote beseitigen
Babylotse-Plus_LogoDas NZFH koordiniert neben der Bundesinitiative auch das neue Modellprojekt "Babylotse plus", das bereits am 1. Juni 2012 an der Charité Berlin gestartet ist. "Babylotse plus" bietet allen Eltern, deren Kinder in der Charité geboren werden, vor allem jedoch psychosozial besonders belasteten Eltern, eine Rundum-Hilfe an. Sie sollen dabei unterstützt werden, die Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern und deren Bedürfnissen zu erlernen und eine starke Eltern-Kind-Bindung zu entwickeln. Diese Unterstützung beginnt möglichst schon in der Schwangerschaft, spätestens aber um die Geburt. Mit dem Sozialdienst, den Pflegenden und dem medizinischen Personal suchen die Babylotsen nach individuellen Lösungen, vermitteln und begleiten die Eltern in wohnortnahe bereits bestehende unterstützende Institutionen. Die Nachhaltigkeit des Projekts soll über eine mehrjährige Begleitung der Familien evaluiert werden.

Hintergrundinformation
"Babylotse plus" ist das wissenschaftlich ergänzte Folgeprojekt von "Babylotse" der Stiftung SeeYou in Hamburg. In Hamburg wird das soziale Frühwarnsystem bereits seit dem Jahr 2007 in den Geburtskliniken umgesetzt.

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