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Unterhaltsvorschuss

Für das minderjährige Kind muss der unterhaltspflichtige Elternteil Unterhalt zahlen. Kann dieser Elternteil das nicht oder verweigert er die Zahlung, übernimmt die Unterhaltsvorschusskasse die Zahlung an das Kind, die Unterhaltsvorschusskasse geht also in Vorlage. Die Unterhaltsansprüche gehen auf den Staat über, der die geleisteten Zahlungen vom unterhaltspflichtigen Elternteil zurückfordert und gegebenenfalls dies mit einer Klage gerichtlich geltend macht.

Für wen?
Die Zahlung des Unterhaltsvorschusses kann in Anspruch nehmen

  • ein Kind, das noch nicht das 12. Lebensjahr vollendet hat
  • der eine Elternteil, der ledig, verwitwet oder geschieden ist und bei dem das Kind lebt
  • der andere Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt; der den Unterhalt gar nicht oder nur gelegentlich zahlt.

In welcher Höhe und für wie lange?
Der Unterhaltsvorschuss wird längstens für sechs Jahre gezahlt und beträgt monatlich

  • für Kinder bis 5 Jahre 144 Euro; ab 2016: 145 Euro
  • für Kinder von 6 bis 11 Jahre 192 Euro; ab 2016: 194 Euro
  • Ab 2017 wird der Unterhaltsvorschuss bis zur Volljährigkeit des Kindes gezahlt. Die bisherige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten wird aufgehoben.

Auf Sozialleistungen wie etwa Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) oder Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) kann der Unterhaltsvorschuss angerechnet werden.

Wo und wie wird es beantragt?
Der Antrag muss schriftlich bei den Unterhaltsvorschussstellen eingereicht werden. Dort erhalten Sie auch bei Bedarf Beratung und Information. Die Unterhaltsvorschussstellen sind die Jugendämter bzw. Fachdienste für Jugend der Stadt- oder Kreisverwaltungen.

Folgende Dokumente stehen als Download auf der Website des Niedersächsischen Sozialministeriums bereit:

Niedersachsen

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