Inklusion und Familienalltag

Niedersachsen Mit dem Aktionsplan Inklusion 2017/18 will die Niedersächsische Landesregierung die Lebenssituation der mehr als 1,3 Millionen Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen verbessern. Damit sollen auch die Schritte zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention weiter voran gebracht werden. Er enthält mehr als 200 Maßnahmen aus allen Lebensbereichen wie beispielsweise Arbeit, Pflege, Bildung und Gesundheit. Bereits im Aktionsplan 2012 verankert waren unter anderem eine Schulrechtsreform und die Weiterentwicklung der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung für alle Altersstufen in Kindertageseinrichtungen.

Inklusive Kommunen in Niedersachsen

Der Landkreis Friesland, die Landeshauptstadt Hannover, die Stadt Oldenburg, der Landkreis und die Stadt Göttingen sowie die Stadt Langen sind seit 2014 Modellkommunen im Rahmen des Projekts "Inklusive Kommune". Der Augenmerk der kommunalen Handlungsfelder liegt dabei besonders auf Empowerment, Partizipation, Beteiligung an politischer und gesellschaftlicher Meinungsbildung, Infrastruktur, Mobilität, Barrierefreiheit, Bildung, Lebenslanges Lernen von vorschulischen Angeboten bis zur Erwachsenenbildung, Wohnen, Inklusiver Sozialraum, Innovative Wohnformen, Arbeit und Beschäftigung, Beratung und Unterstützung, Gesundheit und Pflege, Versorgungsstruktur, Kultur/Freizeit/Sport.

Inklusive Schule in Niedersachen

Erziehung und FörderungIn Niedersachsen ist die inklusive Schule verbindlich zum Schuljahresbeginn 2013/14 eingeführt worden. Schülerinnen und Schülern wird ein barrierefreier und gleichberechtigter Zugang zu den niedersächsischen Schulen ermöglicht. Eltern von Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung erhalten ein Wahlrecht, ob ihr Kind die allgemeine Schule oder eine Förderschule besuchen soll. Mehr ...

Familienentlastende Dienste

praktische HilfenFamilien, in denen Kinder mit Behinderungen leben, sind stark belastet. Die Betreuung ist für die Eltern häufig körperlich und psychisch sehr anstrengend. Das Land Niedersachsen fördert familienentlastende Dienste. Diese unterstützen Familien, in denen Kinder mit Behinderungen leben, stunden- oder tageweise bei der Betreuung im Wohnumfeld der Familie oder in anderen Räumlichkeiten. Die Eltern können die Zeit nutzen - für sich, für den Partner oder die Partnerin und für die Geschwisterkinder.

Landesblindengeld und Landesblindenfonds

FinanziellesDas Landesblindengeld ist eine gesetzliche Leistung des Landes Niedersachsen. Blinde Menschen erhalten unabhängig vom Lebensalter Landesblindengeld (Blindengeld) zum Ausgleich der durch die Blindheit bedingten Mehraufwendungen. Darüber hinaus gibt es für blinde Menschen in besonderen Lebenslagen finanzielle Unterstützung durch den Landesblindenfonds.Alle Informationen sowie die Anträge zum Landesblindengeld und zum Landesblindenfonds auf der Website des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie.

Weiterführende Informationen, Links und Broschüren

Buchtipp

UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Die Broschüre beinhaltet den englischen Originaltext der UN-Behindertenrechtskonvention, die amtliche Deutsche Übersetzung sowie eine Version in Leichter Sprache. Sie steht auf der Website der Behindertenbeauftragten des Bundes als Download und Vorlesedokument zur Verfügung und kann als Druckversion kostenlos bestellt werden.

Willkommen - Wenn es anders kommt
Informationen über Hilfsangebote und Beratungsstellen für Eltern eines behinderten oder chronisch kranken Kindes bietet diese Broschüre. Sie steht ebefalls auf der Website der BZgA als Download zur Verfügung oder kann dort kostenlos bestellt werden.

Ratgeber zur Elternassistenz
Viele Menschen mit Behinderung wünschen sich Kinder. Im familiären Alltag können sie dabei in einigen Bereichen Unterstützung benötigen. Eine Möglichkeit zur Unterstützung ist die Elternassistenz. Sie kann zum Beispiel bei der Pflege des Kindes unterstützen oder im Haushalt helfen. Der kostenlose Ratgeber des Bundesverbands behinderter und chronisch kranker Eltern - bbe e.V. bietet Informationen für die Beantragung und Organisation personeller Hilfen zur Pflege und Versorgung der Kinder. Die Broschüre erklärt unter anderem, was eine Elternassistenz ist, wie sie finanziert werden kann oder wie die Assistenz organisiert wird. Sie steht in Alltagssprache als barrierefreie Version und in Leichter Sprache zum Download auf der Website des bbe zur Verfügung.

Auszeit vom Alltag. Mutter/Vater-Kind-Kuren: Hinweise und Tipps von Eltern für Eltern von Kindern mit Behinderung
Für Eltern von Kindern mit besonderen Bedürfnissen ist die Suche nach einer geeigneten Kureinrichtung oft mühsam. Basierend auf Kurerfahrungen von Eltern hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe eine Broschüre mit vielen Hinweisen und Tipps für eine gelingende "Auszeit vom Alltag" herausgegeben. Darüber hinaus gibt es als Download auf der Website der Lebenshilfe eine Übersicht der Mutter/Vater-Kind-Kureinrichtungen, die über Erfahrungen mit der Aufnahme behinderter Kinder verfügen. Infos zur Bestellmöglichkeit unter www.lebenshilfe.de. Weitere Infos zum Thema auf der Website der Lebenshilfe.

Rechtliches

Recht auf Teilhabe. Ein Wegweiser zu allen wichtigen sozialen Leistungen für Menschen mit Behinderung
Der Ratgeber stellt die in den Sozialgesetzbüchern verankerten Leistungsrechte dar, geht auf die im Begriff des Nachteilsausgleichs zusammengefassten Leistungen sowie auf die für Menschen mit geistiger Behinderung wichtigen Fragen zur persönlichen Rechtsausübung ein. Die Broschüre kann für 6,00 Euro plus Versand über die Website www.lebenshilfe.de bestellt werden. Dort finden Eltern auch weitere wichtige Informationen über den Lebensalltag mit einem behinderten Kind.

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