STARTSEITE | IMPRESSUM / DATENSCHUTZ | SITEMAP

Bildungspaket

Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien haben einen Rechtsanspruch auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Das "Bildungspaket" finanziert seit 2011 Schulmaterial und Lernförderung sowie Mittagessen in Schule, Hort oder Kita. Auch die Teilnahme bei Sport, Musik oder Kultur oder an Schulausflügen wird unterstützt.

Welche Leistungen gibt es?

  • Mittagessen in Kita, Schule und Hort: Kinder und Jugendliche, die am Kita- oder Schulmittagessen teilnehmen, erhalten einen Zuschuss. Ein Eigenanteil von 1 Euro bleibt.
  • Kultur, Sport, Freizeitaktivitäten: 10 Euro pro Kind und Monat für einen Vereinsbeitrag im Bereich Sport, Spiel oder Kultur, Ferienfreizeiten und außerschulische Bildung. Der Teilhabebetrag kann im gesamten Bewilligungszeitraum, auch rückwirkend ab dessen Beginn, angespart werden.
  • Ein- und mehrtägige Ausflüge in Schule, Kita und Kindertagespflege. Für Klassenfahrten kann das Geld unmittelbar an die Kinder bzw. ihre Eltern ausgezahlt werden.
  • Lernförderung: für Kinder mit nachgewiesenen Schulproblemen (Bedarfsbescheinigung von Lehrerin oder Lehrer und Beleg über erfolgte, erfolgreiche Lernförderung).
  • Schulbedarf: Die erste Auszahlung (70 Euro) erfolgt zum 1. Schulhalbjahr, die zweite (30 Euro) erfolgt zum 2. Schulhalbjahr.
  • Schulbeförderung: für den Schulweg zur nächstgelegenen Schule des gewählten Bildungsgangs (in der Regel ab Sekundarstufe II). Zuschuss zur Monatskarte (wenn z.B. die Monatskarte auch privat genutzt werden kann) oder gesamte Kostenübernahme, z.B. wenn damit ausschließlich der Schulbus genutzt wird. Voraussetzung ist, dass die Beförderung zur nächstgelegenen Schule erforderlich ist und die Kosten nicht von anderen übernommen werden.

Für Wen?
Leistungen aus dem Bildungspaket erhalten Kinder und Jugendliche aus Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen. Das Bildungspaket gilt für Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre. Ausnahme sind die Leistungen zum Mitmachen in Kultur, Sport und Freizeit – hier liegt die Altersobergrenze bei 18 Jahren.

Wo und wie können die Leistungen aus dem Bildungspaket beantragt werden?
Zuständig für die Umsetzung des Bildungspakets sind die Kommunen. Für Arbeitslosengeld II und Sozialgeldbeziehende sind die Jobcenter zuständig. In diesen Fällen erhalten Familien alle Leistungen des Bildungspakets aus einer Hand.

Für Familien, die Sozialhilfe, Wohngeld oder den Kinderzuschlag erhalten, benennen die Kommunen (z.B. im Rathaus oder Bürgeramt) den zuständigen Ansprechpartner für das Bildungspaket. Die Adressen und Ansprechpersonen in Niedersachsen finden Sie auf der Website zum Bildungspaket.

Die zuständigen Kommunen und Kreise können einen Gutschein ausstellen oder das Geld, zum Beispiel den Mitgliedsbeitrag für den Verein, direkt an die Anbieter überweisen. Die konkrete Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets kann im Detail in den Kreisen und kreisfreien Städten unterschiedlich sein. In der Regel gilt: Anträge rechtzeitig vorher stellen! Ausnahme: Wenn Sach- oder Dienstleistungen (Gutschein oder Direktzahlung an den Anbieter) unverschuldet nicht rechtzeitig beantragt oder erbracht werden konnten (z.B. bei kurzfristig angesetzten Schulausflügen) ist die nachträgliche Erstattung von Geldern möglich ("berechtigten Selbsthilfe").

Zurück...