STARTSEITE | IMPRESSUM / DATENSCHUTZ | SITEMAP

Gemeinsam wachsen! Frühe Hilfen in Niedersachsen

"Gemeinsam wachsen!" war das Motto des zweiten Fachtags Frühe Hilfen in Niedersachsen, zu dem das Niedersächsische Sozialministerium in Kooperation mit der Bundesinitiative Frühe Hilfen und der GEBIT Münster eingeladen hat. Rund 200 Fachkräfte aus allen Bereichen der Frühen Hilfen hat Ministerin Cornelia Rundt am 3. Februar 2016 in Hannover begrüßt: "Wenn Kinder in belastenden Lebensumständen aufwachsen, kann das viele Ursachen haben. Passende Unterstützung gibt es, doch häufig wissen Eltern gar nichts davon. Mit den Frühen Hilfen unterstützen wir Eltern dabei, solche Angebote zu finden und ihren Kindern ein gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen. Ich freue mich, dass inzwischen alle Jugendämter bei uns solche Netzwerke Früher Hilfen aufgebaut haben", so die Ministerin.

Neben einem Fachvortrag zu Entwicklungspotenzialen und Bewältigungskompetenzen von Kleinkindern standen acht Workshops zu unterschiedlichen themenspezifischen Ansätzen und Projekten auf dem Programm: Stand und die Entwicklung der Netzwerke Früher Hilfen in Niedersachsen, Transfer von Fachwissen - Angebote der Koordinierungszentren Kinderschutz, FIS - Fach- und Familieninformationssystem Frühe Hilfen, Qualität Früher Hilfen, Netzwerk Frühe Hilfen im ländlichen Raum, wellcome - Praktische Hilfe nach der Geburt, Migrationssensible Ansätze Früher Hilfen, Stark von Anfang an - Resilienz von Kleinkindern im Alltag stärken.

Stand und die Entwicklung der Netzwerke Früher Hilfen in Niedersachsen
Bundesinitiative-Frühe-Hilfen_LogoUnter anderem informierten Heike Bludau und Annika Wartenberg von der Landeskoordinierungsstelle für die Bundesinitiative Frühe Hilfen über den Stand und die Entwicklung der Netzwerke Früher Hilfen in Niedersachsen. Dabei stellten sie auch einige Ergebnisse des LandesmonitoringNetzwerke Frühe Hilfen vor. So haben 3,57 Prozent der Kommunen alle 17 der in § 3 KKG beispielhaft genannten Netzwerkpartner in ihren Netzwerken integriert. 62 Prozent der Kommunen haben verbindliche Qualitätsstandards für ihre Netzwerke Früher Hilfen.

Darüber hinaus informierte die Landeskoordinierungsstelle über die Unterstützungsangebote für Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren, beispielsweise die Filmbeiträge zur unterstützenden Öffentlichkeitsarbeit (2014) oder den neuen Elternfilm. Außerdem bietet die Landeskoordinierungsstelle in Zusammenarbeit mit dem ISA Münster auch in 2016 bedarfsgerechte Fortbildungen für Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren an. Die Termine dazu folgen in Kürze auf www.netzwerke-fruehe-hilfen.de. Dort steht außerdem ein Materialienpool mit erprobten Praxismaterialien und Arbeitshilfen für die Netzwerkkoordination und die an den Netzwerken Beteiligten Institutionen, Einrichtungen und Berufsgruppen zur Verfügung.

www.soziales.niedersachsen.de / www.netzwerke-fruehe-hilfen.de

Transfer von Fachwissen - Angebote der Koordinierungszentren Kinderschutz
Logo Koordinierungszentren KinderschutzÜber die Entstehungsgeschichte der Koordinierungszentren Kinderschutz in Niedersachsen und deren Strukturen informierten Carsten Amme, Stadt Hannover, und Brigitte Rieckmann, Stadt Lüneburg. Zu den Arbeitsschwerpunkten und Angeboten der jeweiligen Standorte gehören u.a. die Qualifizierung von Fachkräften Frühe Hilfen, Willkommensbesuche, Kooperation mit dem Gesundheitsbereich sowie Kooperationsvereinbarungen. Die Standorte Hannover, Lüneburg und Oldenburg unterstützen auch in 2016 interessierten Kommunen mit ihrer seit 2007 gesammelten Erfahrung in der Implementierung von Netzwerken Früher Hilfen. Ein Schwerpunkt für 2016 wird das Thema "Menschen mit Fluchterfahrung" sein. Das Koordinierungszentrum Kinderschutz Lüneburg beispielsweise hat erste Erfahrungen mit Familienhebammensprechstunden für Flüchtlingsfamilien vorzuweisen, die über das Programm "Gut ankommen in Niedersachsen" gefördert werden.

Die Profile der Koordinierungszentren Kinderschutz mit Kontaktdaten stehen auf www.koordinierungszentren-kinderschutz.de zur Verfügung. Die von ihnen erarbeiteten Materialien und Kooperationsvereinbarungen sind im Materialienpool bei www.netzwerke-fruehe-hilfen.de zu finden.

FIS - Fach- und Familieninformationssystem Frühe Hilfen
FIS_LogoIm Rahmen eines weiteren Workshops wurde auch der Online-Wegweiser FIS Frühe Hilfen und dessen Möglichkeiten zur Datengewinnung und -auswertung vorgestellt. Dabei ging es darum, welche Erkenntnisse sich mithilfe des Websystems über die kommunale Landschaft Früher Hilfen gewinnen lassen und wie sich das FIS Frühe Hilfen zur Qualitätsentwicklung Früher Hilfen verwenden lässt.

Für den ersten Vertiefungsbericht Frühe Hilfen in Niedersachsen im Rahmen der Landesjugendhilfeplanung 2014 war die Auswertung des FIS eine zentrale Grundlage. Ein Folgebericht ist bereits angekündigt.

Das FIS Frühe Hilfen bringt seit April 2013 interessierte Eltern und Anbieter früher Hilfen zusammen. Auf www.fruehe-hilfen-niedersachsen.de können sich Eltern und Familien einen unkomplizierten, umfassenden Überblick über die vielfältigen Angebote früher Hilfen in ihrer Nähe verschaffen. Auch Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe profitieren: Sie können die Informationen über bestehende Angebote direkt in ihre alltägliche Arbeit einbringen.

Film ab! Elternfilm Frühen Hilfen in Niedersachsen
Auf dem Programm der Fachtagung stand außerdem ein neuer Film zur Öffentlichkeitsarbeit zu den Angeboten der Frühen Hilfen in Niedersachsen. Der Filmbeitrag richtet sich direkt an Eltern und steht den Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit kostenlos zur Verfügung.

Der Elternfilm Frühe Hilfen in Niedersachsen kann über Youtube in andere Websites eingebettet werden und steht darüber hinaus im Materialienpool von www.netzwerke-fruehe-hilfen.de als Download zur Verfügung.

Zurück...

1 von 6