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Stadt Delmenhorst | Vermittlung von Informationen zu Hilfsangeboten über niedrigschwellige Mitmach-Kurse

Vom speziellen Ärztewegweiser über Familienorientiertes Integrationstraining bis hin zu interkulturellen Nähkursen - die Stadt Delmenhorst beteiligt sich mit 12 Einzelmaßnahmen an dem EFi-Projekt. Diese richten sich zum einen mit Fortbildungen an Fachleute und andere Kooperationspartnerinnen und -partner. Zum anderen werden Familien mit Migrationshintergrund gezielt durch Broschüren und niedrigschwellige Kurse über Hilfsangebote informiert, begleitet und in ihrer Erziehungskompetenz unterstützt.

Die Maßnahmen sind in Zusammenarbeit mit der Leitstelle für Integration sowie anderen Institutionen, Migrantenselbstorganisationen und Einzelpersonen, die sich für Familien mit Migrationshintergrund einsetzen, entwickelt worden. Die Koordination der EFi-Maßnahmen vor Ort erfolgt durch eine Mitarbeiterin im Familien- und Kinderservicebüro.

Alle Einzelprojekte berücksichtigen die örtlichen Gegebenheiten und die Bedarfe der Delmenhorster Migrantinnen und Migranten. Um die Niedrigschwelligkeit gewährleisten zu können, werden die Maßnahmen in den Stadtteilen durchgeführt, in denen das anzusprechende Klientel lebt. Außerdem sind Vertrauenspersonen mit eigenem Migrationshintergrund eingebunden und Einrichtungen gewählt, die den Migrantinnen und Migranten bekannt sind.

Bei den Angeboten im Rahmen von EFi wird sehr viel Wert auf die Vernetzung zwischen verschiedenen Institutionen und Einzelpersonen gelegt, da ein übergeordnetes Ziel über die Einzelprojekte hinaus der Aufbau eines Netzwerkes ist. Dieses soll den regelmäßigen Kontakt mit Trägern der Elternarbeit und "Früher Hilfen", Institutionen, Migrantenselbstorganisationen sowie Einzelpersonen gewährleisten.

Angebote für Fachleute und Kooperationspartnerinnen und -partner:

Fortbildungen "Interkulturelle Kompetenz"
Die Fortbildungsveranstaltungen richten sich an Beschäftigte der Stadtverwaltung und der Ev. Familienbildungsstätte, Erzieherinnen und Erzieher der Kindertagesstätten, Tagespflegepersonal, Lehrkräfte an Schulen sowie ehrenamtlich tätige Erziehungs-, Integrations- und Elternlotsinnen und -lotsen. Ziel der Fortbildung ist es, die Teilnehmenden für soziale und kulturelle Vielfalt zu sensibilisieren, Vorurteile in Frage zu stellen und Empathie zu fördern. Anhand von praktischen Übungen (Fragebogen, critical incidents, cultural assimilator, Fallmethode, Kommunikationsübungen, Simulation etc.) setzen sich die Teilnehmenden aktiv mit den Kursinhalten auseinander.

"2. Fachtag Integration in Delmenhorst"
Der Fachtag steht unter dem Motto "Elternarbeit mit Perspektive" und bietet neben Fachvorträgen und Workshops auch eine "Integrationsmesse" mit dem Fokus auf das Thema "Elternarbeit". Behandelt werden unter anderem folgende Themen: "Herausforderungen von Familien mit Migrationshintergrund an die Kinder- und Jugendhilfe" sowie "Unterschiedliche Lebenswelten der muslimischen Jugendlichen im Kontext von Familie" Programm und Anmeldung

"Kinderbetreuung im Basislehrgang Integrationslotsen"
Teilnehmende des "Basislehrganges zur Qualifizierung von Integrationslotsinnen und Integrationslotsen" werden durch die Durchführung der Kinderbetreuung während der Kurszeiten unterstützt. Die Integrationslotsen helfen zugewanderten Menschen in und um Delmenhorst ehrenamtlich. Sie begleiten Familien mit Migrationshintergrund z.B. zu Schulen, Kitas und anderen Einrichtungen.

Angebote für Familien mit Migrationshintergrund:

"Ärztewegweiser für MigrantInnen"
Die Broschüre listet alle Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser in Delmenhorst auf. Neben Adressen und Telefonnummern sind auch die dort zur Verfügung stehenden sprachlichen Kompetenzen angegeben, so dass Zugewanderte ohne deutsche Sprachkenntnisse eine Ärztin oder einen Arzt ihres Vertrauens finden können.

"Familienorientiertes Integrationstraining – FIT"
In einem prozessorientierten Kurs beschäftigen sich Eltern mit Migrationshintergrund mit Biografiearbeit, Kommunikation, Vorurteilen, Dialogförderung, Erziehung, Familienleben und Identitätsbildung. Der Kurs findet jeweils drei Stunden pro Woche an drei Standorten in Delmenhorst statt. Mehr dazu im Flyer.

"Eltern starten durch"
Der erfolgreiche und etablierte Kurs "Eltern starten durch" setzt sich zum Ziel, die Chancengleichheit von Kindern aus zugewanderten Familien zu erhöhen. Dazu gehören die Verbesserung der Sprachkenntnisse sowie die Förderung der Mehrsprachigkeit und damit verbunden die Einbeziehung der Eltern in die frühkindliche Erziehung. In der Kita Stickgras leitet die Starthelferin einmal wöchentlich mittels geeigneter Materialien die Eltern an und bespricht mit ihnen die Umsetzung der Themen der Einrichtung in die häusliche Arbeit. Die Eltern erhalten so auch Kenntnisse zu Sachthemen, erweitern ihr soziales Netzwerk, finden Kontakt zu der Einrichtung und werden in ihrer Erziehungskompetenz und ihrem Selbstwertgefühl gestärkt.

"Kultige Treffen mit bunten Stoffen – Interkulturelles Nähen und Patchworken"
Das Modellprojekt greift die Idee auf, dass sich Eltern - insbesondere Mütter - unterschiedlichster Nationalität und Kultur für andere handwerkliche Arbeiten interessieren und zudem einen Ort suchen, um sich interkulturell auszutauschen und Kontakte aufzubauen. Die Dozentinnen des Kurses unterstützen die Teilnehmerinnen bei den handwerklichen Arbeiten und geben darüber hinaus wichtige Informationen zu bestehenden Angeboten von Einrichtungen wie Beratungsstellen, Nachbarschaftsbüros, Jugendhäusern etc. Hingewiesen wird insbesondere auch auf Integrationskurse und weitere Förderprogramme für Migrantinnen und Migranten.

"Internationales Kochen an der Parkschule"
Die Grundschule Parkschule liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Programmgebiet Soziale Stadt "Wollepark" und weist einen sehr hohen Anteil an Schülerinnen/Schülern mit Migrationshintergrund auf. Die Eltern in der Bewohnerschaft dieses "sozialen Brennpunktes" leben oft in einer Parallelwelt, haben wenig soziale Anknüpfungspunkte und kennen oftmals nicht die Hilfsangebote der verschiedenen Einrichtungen. Das monatliche Forum hat zum Ziel, die zugewanderten und einheimischen Eltern der "Parkschule" sowie der benachbarten Grundschule "Käthe-Kollwitz" durch das gemeinsame Kochen an einen Tisch zu holen. Kochen ist ein verbindendes Element zur Förderung des Dialogs zwischen den Kulturen und der nachbarschaftlichen Verhältnisse und kann sehr gut dazu beitragen, Brücken zu bauen und das Wesentliche des Lebens untereinander zu teilen.

"Fitness-Tanz für Frauen"
In diesem Kurs bewegen sich Mütter mit und ohne Migrationshintergrund einmal wöchentlich in einem gesundheitsfördernden Fitnessprogramm, welches über moderne Medien vermittelt wird. Die Kursteilnehmerinnen bekommen neben der gesunden körperlichen Bewegung auch anhand geeigneter Materialien durch die Kursleiterin Informationen über die Bedeutung von Ernährung und Gesundheit. Außerdem werden sie beim Aufsuchen von Ärztinnen und Ärzten oder anderen Einrichtungen durch ehrenamtliche Integrationslotsinnen begleitet.

"Delme Kicking Girls"
An vier Grundschulen in sozialen Brennpunkten mit einem sehr hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund werden ab dem Schuljahr 2011-2012 Mädchenfußball-AG's angeboten. Das wöchentliche Training leiten Übungsleiterinnen aus benachbarten Fußballvereinen. Mit Hilfe von qualifizierten Fußballassistentinnen soll der Übergang der Mädchen in den Vereinssport erfolgen. Die Ziele sind u.a. die Nutzung des Integrationspotentials von Sport (verbesserte Sprachkompetenzen, Erhöhung des Selbstwertgefühls, Steigerung der Chancengleichheit). Gerade für muslimische Mädchen hat Sport einen wesentlichen Einfluss auf ihren Identitätsbildungsprozess.

"Wellcome"
Familien mit einem neugeborenen Kind erhalten gegen eine geringe Gebühr Hilfe von einer ehrenamtlich tätigen "wellcome-Mitarbeiterin", um den Alltag zu meistern. U.a. beaufsichtigt die "wellcome-Mitarbeiterin" das Baby, kümmert sich um Geschwisterkinder, bietet den Eltern Gesprächsmöglichkeiten oder hilft ganz praktisch. Dies führt zu einer spürbaren Entlastung in einer familiären Übergangssituation. Damit beugt "wellcome" Krisen vor und unterstützt die positive emotionale Bindung zum Neugeborenen. Die "wellcome-Mitarbeiterin" begleitet die Familie an 2 bis 3 Tagen in der Woche für 2 bis 3 Stunden und im Regelfall nicht länger als 3 Monate.

"Unter Frauen – Zeit zu Zweit"
Mehr als 50 Prozent der Schülerinnen an der Hauptschule Süd haben einen Migrationshintergrund. Das Projekt für Teenager-Töchter und deren Mütter verfolgt die Ziele, Toleranz und gegenseitige Wertschätzung zu vermitteln, Selbsthilfekräfte zu stärken und informelle soziale Netzwerke zu fördern. Die Maßnahme ist für ca. 13 Jahre alte Schülerinnen, die sich in der Entwicklungsphase des Übergangs zur jungen Frau befinden.

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