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13. Kinder- und Jugendbericht

Der 13. Kinder- und Jugendbericht widmet sich der gesundheitsbezogenen Prävention und Gesundheitsfürsorge von Kindern und Jugendlichen. Im Zentrum steht dabei die Rolle der Kinder- und Jugendhilfe. Wie kann sie zum sozialen, körperlichen und seelischen Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen beitragen?

Zunächst kommen die Sachverständigen der Berichtskommission zu dem Ergebnis, dass der Großteil der in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen gesund ist und unter gesundheitsförderlichen sozialen Rahmenbedingungen aufwächst. Gleichwohl ist für einen Teil der Heranwachsenden - etwa 20 Prozent - eine gesundheitliche Auffälligkeit festzustellen. Diese reicht von Übergewicht und Adipositas, über Essstörungen (Anorexie und Bulimie) bis hin zu depressiven Erkrankungen.

Erhebliche Belastungen konnte die Sachverständigenkommission für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Lebenslagen feststellen. So sollen alle Daten gezeigt haben, dass Chancen für eine gute Entwicklung von Lebensbeginn an ungleich verteilt sind. Biologische, kulturelle, umweltbedingte, ökonomische und soziale Faktoren beeinflussen die Gesundheit. Deshalb haben also Kinder und Jugendliche mit niedrigem Bildungsniveau, aus Familien mit schlechter Einkommenslage und schlechtem Wohnumfeld mit höheren Gesundheitsrisiken zu kämpfen. Insofern bezieht sich eine zentrale Forderung der Sachverständigen auf die Chancengerechtigkeit als Maßstab für politisches, institutionelles und professionelles Handeln.

Weitere wesentliche Ergebnisse und Schlussfolgerungen betreffen die Gesundheitsfürsorge als gemeinsame Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Gesundheitssysteme. Die Berichtskommission fasst zusammen, dass eine Stärke der Kinder- und Jugendhilfe in der Gesundheitsförderung liege. Jedoch habe sie diese Potenziale noch nicht erkannt und vor allem nicht genutzt. Darum betrifft ein umfangreicher Bereich des 13. Kinder- und Jugendberichts die Leitlinien und Empfehlungen der Sachverständigen für das zukünftige Handeln.

Erstmals wurde in diesem Bericht auch ausführlich die Gruppe von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderung untersucht. Wie fördert hier die Kinder- und Jugendhilfe die individuelle und soziale Entwicklung dieser Zielgruppe?

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