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Bilanzveranstaltung zum Projekt Erziehungslotsen

Eine positive Bilanz des Projekts Erziehungslotsen zog Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan am 2. Mai 2011 in Hannover. Bei einer Tagung wurden die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes und neue Materialien für die Qualifizierung der Ehrenamtlichen vorgestellt.

Sozialministerin Aygül Özkan zieht eine positive Bilanz des Projekts ErziehungslotsenDer "typische Erziehungslotse" ist laut Studie weiblich, circa 50 Jahre alt, besitzt einen mittleren Bildungsabschluss, verfügt über ein mittleres Einkommen und lebt mit dem Ehepartner und zwei Kindern zusammen - Der Frauenanteil liegt bei 89 Prozent. Die am häufigsten genannte Tätigkeit der Erziehungslotsinnen und -lotsen ist Zuhören. Die anderen Aufgaben scheinen sehr von den Problemlagen der Familien abhängig zu sein.

Drei Viertel der Ehrenamtlichen erleben die Arbeit oft als Bereicherung und haben mehrheitlich das Gefühl den Familien wirklich geholfen zu haben.

Die Studie bestätigt außerdem die hohe Qualität der Arbeit der Niedersächsischen Familienbildungsstätten. An knapp 30 Standorten haben sie mittlerweile rund 600 Erziehungslotsinnen und Erziehungslotsen auf den Einsatz in der Praxis vorbereitet.

Die Studie zeigt neben den Erfolgen aber auch Ansatzpunkte für eine Weiterentwicklung auf. Vor allem eine gute Begleitung der Ehrenamtlichen während ihres Einsatzes in den Familien soll sicherstellen, dass sie bei dieser verantwortungsvollen Tätigkeit nicht überfordert werden. Das neu aufgelegte Curriculum mit einem 300-seitigen Methodenteil wurde diesen Erfordernissen angepasst und mit vielen neuen Materialien erweitert. Unter anderem wurde ausführliche Materialien zum Thema Rechtsfragen/Schweigepflicht ergänzt sowie Handreichungen mit den wichtigsten Ansprechpartnerinnen und -partnern für eine Vernetzung vor Ort. Neu ist außerdem ein abschließender Reflexionsbogen zur Qualifikation.

Erziehungslotsen-Abschlussbericht-2011_langAbschlussbericht/Ergebnisse der Studie als Download - Langfassung
Kurzfassung

Präsentation der zentralen Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung
PD Dr. Rainer Strobl, proVal Hannover

Die Arbeitsmaterialien zum Curriculum für die Familienbildungsstätten auch online im internen Bereich zur Verfügung.

Zum Hintergrund
Im Juli 2008 begannen die Qualifizierungen, 2009 haben die ersten Ehrenamtlichen ihre Tätigkeit in den Familien aufgenommen. Um genauer zu erfahren, wer sich in diesem Projekt engagiert und ob die Qualifizierung die Ehrenamtlichen gut auf den Einsatz vorbereitet, wurde eine wissenschaftliche Evaluation des Projektes in Auftrag gegeben.

Für die Studie wurden von März bis Mai 2010 fünf qualitative Interviews mit Erziehungslotsinnen geführt. Im Anschluss wurden im Juli 2010 standardisierte Telefoninterviews mit 123 mit Erziehungslotsinnen und -lotsen durchgeführt. Rund 70 davon waren bereits im Einsatz in Familien tätig, die anderen hatten die Qualifizierung gerade abgeschlossen.

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