Kindersicherheit - Unfälle vermeiden
Natürlicher Bewegungsdrang und Neugierde für die Umgebung gehören zur kindlichen Entwicklung. Gerade in den ersten Lebensjahren machen Kinder große Entwicklungsschritte, die sich auf ihre Gesundheit und Sicherheit auswirken. Ob zu Hause, im Garten, in der Kita oder auf dem Weg zur Schule - Kinder sollen laufen, springen, klettern, sich bewegen und ihre Umgebung erkunden, aber auch eigene Grenzen kennen lernen und für Gefahren sensibilisiert werden. Denn rund 270.000 Kinder verletzen sich jedes Jahr in ihrem direkten Lebensumfeld, im Haus oder in der Wohnung.
Vor allem Kinder unter sechs Jahren sind davon betroffen. Stürze, oft mit Kopfverletzungen, Verbrühungen und Verbrennungen zählen zu den häufigsten Unfallarten bei Säuglingen und Kleinkindern.
Bis Kinder eine Situation richtig einschätzen und sich selbst schützen können dauert es: Ab etwa vier Jahren entwickeln sie ein erstes Gefahrenbewusstsein. Nach und nach lernen sie, was gefährlich oder harmlos ist und was sie bewältigen können. Um Unfälle zu verhüten, ist es wichtig zu wissen, was Kinder in welchem Alter schon können und wozu sie noch nicht in der Lage sind, aber auch, was sie lieben und für ihre Entwicklung brauchen.
Um Eltern über altersspezifische Unfallrisiken ihrer Kinder aufzuklären, haben die gesetzlichen Krankenkassen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte die "Merkblätter Kinderunfälle" gemeinsam mit der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung entwickelt. Die Merkblätter orientieren sich an den Kindervorsorgeuntersuchungen U2 bis U9. Sie erklären die altersspezifischen Entwicklungsschritte und damit verbundene Unfallgefahren und geben Tipps zur Prävention. Zusätzlich gibt es eine Checkliste mit den wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen und Erste-Hilfe-Maßnahmen.
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Kindersicherheit in Haus und Garten
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Sturzunfälle vermeiden
Laufen, springen, klettern - Kinder sollen sich bewegen, aber auch eigene Grenzen kennen lernen und für Gefahren sensibilisiert werden. Diese Gratwanderung zwischen Schutz und Gewähren lassen ist für Eltern und Aufsichtspersonen gar nicht so leicht. Etwa 125.000 Kinder unter 5 Jahren erleiden jährlich einen Sturzunfall. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder. Oft sind Kopfverletzungen die Folge.
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