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Vergiftungen bei Kindern - was tun im Notfall?

Medikamente, Nikotin, Haushaltsreiniger, Pflegemittel, giftige Beeren - rund 19.000 Kinder vergiften sich jährlich in Deutschland. Besonders gefährdet sind die Zwei- und Dreijährigen. Dabei ließen sich die meisten Vergiftungsunfälle bei Kindern sich vermeiden. Allerdings kann die Aufmerksamkeit auch bei der besten Betreuung schnell einmal abgelenkt werden. Außerdem unterschätzen Eltern, Großeltern und andere Erziehende oft die Neugier und den Unternehmungsgeist von Kindern sowie deren Fähigkeit, durch Klettern an scheinbar Unerreichbares zu gelangen.

Was tun im Notfall?

  • Ruhe bewahren und das Kind beruhigen
  • Bei lebensbedrohlichen Symptomen, wie Atemstörungen oder plötzlicher Bewusstlosigkeit, sofort den Notruf 112 alarmieren
  • Den Mund des Kindes öffnen und eventuelle Reste des Mittels entfernen
  • Dem Kind etwas zu Trinken (Tee, Leitungswasser oder Saft) anbieten
  • Vergiftungszentrale anrufen und um Rat fragen
  • Falls ein Arzt aufgesucht werden soll, Originalverpackung bzw. die Pflanzenreste unbedingt mitnehmen, um eine genaue Identifizierung und Risikoabschätzung vornehmen zu können

Quelle: BAG Mehr Sicherheit für Kinder

Damit es gar nicht erst soweit kommt, finden Sie hier Tipps, wie Sie Vergiftungsgefahren im Haushalt mit Kindern vermeiden können.

Weiterführende Informationen und Broschüren

Buchtipp

Sicherheitstipps für den Alltag
Der Flyer vermittelt Eltern und anderen Erziehenden in kompakter Form Tipps zum sicheren Umgang mit giftigen Substanzen im Haushalt. Auch Erste-Hilfe-Maßnahmen werden genannt. Sie finden ihn als Download auf der Website der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder unter www.kindersicherheit.de.

Risiko Vergiftungsunfälle bei Kindern
Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder und dem Giftnotruf Berlin hat das Bundesinstitut für Risikoeinschätzung Informationen über den Umgang mit giftigen Substanzen erarbeitet. In alphabetischer Reihenfolge informieren die einzelnen Kapitel jeweils über die genauen Inhalte der Produkte, Medikamente oder anderen Stoffe, beschreiben das mögliche Vergiftungsbild und zeigen Erste-Hilfe-Maßnahmen auf. Drei praktische Merkblätter sowie ein Anhang mit nützlichen Adressen und einem Stichwortregister zum schnellen Auffinden ergänzen den Ratgeber. Die 80-seitige Broschüre steht als kostenloser Download auf der Website des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zur Verfügung - auf Deutsch und auf Türkisch.
Beide Sprachversionen können in gedruckter Form, ebenfalls kostenlos, bestellt werden über die Pressestelle des BfR, T 030 / 184 12 48 77, publikationen@bfr.bund.de

Achtung! Giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern
Die Broschüre der Aktion Das sichere Haus bietet Informationen über alle Vergiftungsarten, die Kinder betreffen können. Sie beschreibt die Wirkungsweise unterschiedlicher Gifte, unter anderem mit Abbildungen von heimischen Giftpflanzen, gibt Erste-Hilfe-Tipps und Adressen der deutschen Giftnotruf-Zentralen. Die 32-seitige Broschüre kann auf www.das-sichere-haus.de kostenlos herunter geladen oder als Druckversion bestellt werden. 

Mit Tomi und Mila dem Gift auf der Spur - Bilderbuch für die Kleinsten
Eines Tages wacht Tomi im Krankenhaus auf. Er kann sich nicht mehr erinnern, was mit ihm passiert ist. Doch mit Hilfe der kleinen Leserinnen und Leser findet er langsam heraus, warum sein Bauch weh tut und wie er ins Krankenhaus gekommen ist. Mit seiner Freundin Mila macht sich Tomi auf die Suche nach allerlei giftigem Zeug. Das zweisprachige Bilder- und Rätselbuch ist im Rahmen des Projektes "Achtung: Giftig!" der BAG Mehr Sicherheit für Kinder entstanden. Es eignet sich für Vorschulkinder mit Migrationshintergrund und deren Eltern gleichermaßen, denn es ist mit prägnanten Sicherheitshinweisen für Eltern ergänzt. Außerdem gibt es Notfalltipps und eine Liste der Giftnotruf-nummern. Das Bilderbuch ist jeweils zweisprachig in Deutsch-Arabisch/-Türkisch/-Russisch/-Spanisch/-Englisch und -Französisch erhältlich und kann kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden unter www.kindersicherheit.de.

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