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Aus dem Alltag der Erziehungslotsinnen

Zwei Erziehungslotsinnen aus Oldenburg berichten über ihren Alltag in den Familien, die sie begleiten. Warum die Familien Unterstützung gewünscht und welche Hilfe sie durch die Erziehungslotsinnen bekommen haben, lesen Sie hier.

v.l. Cordula Latzel, Erika Bachmann"Ich sehe, dass ich etwas bewirke mit meiner Hilfe", fasst Cordula Latzel ihre ersten Erfahrungen als Erziehungslotsin zusammen. Sie unterstützt eine Familie mit drei lindern zwischen einem und sechs Jahren. "Die Mutter fühlte sich überfordert und wünschte sich jemanden, der mit ihr Ordnung schafft" berichtet die Oldenburger Lotsin. Rein äußerlich, denn mit dem Aufräumen kommt die junge Mutter nicht zurecht, aber auch "im Kopf, Gedanken sortieren, Pläne machen und auch durchführen", schildert Latzel die Nöte der Familienmutter. "Erst habe ich ganz praktisch mit ihr das gröbste Chaos beseitigt, dann habe ich gemerkt, dass sie auch Gespräche braucht."

"Mit jemandem über meine Situation reden" war auch der Wunsch der allein erziehenden Mutter von drei Kindern zwischen drei und neun Jahren, die Erika Bachmann begleitet. Tipps für eine andere Strukturierung des Alltags und die Erziehung der Kinder bekommen und von Bachmanns Erfahrungsschatz bezüglich sozialer Unterstützungssysteme in Oldenburg profitieren, das hilft der allein erziehenden Mutter. "Wie eine mütterliche Freundin" fühlt sich Bachmann, die sich den Anforderungen ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit "durch ihre reiche Lebenserfahrung und die Qualifizierung zur Erziehungslotsin" gewachsen sieht.

Tritt mal ein besonderes Problem bei ihren Einsätzen auf, haben Latzel und Bachmann die Telefonnummer von Gisela Niemöller-Fietz. Die Oldenburger Projektkoordinatorin ist auch außerhalb der regelmäßigen Gruppentreffen aller Erziehungslotsinnen ansprechbar. "Neben der Lebenserfahrung gehört auch die Distanzfähigkeit zum Qualifikationsprofil einer Erziehungslotsin", sagt Niemöller-Fietz. "Sie muss ihre Rolle in der Familie reflektieren können." Aus diesem Grunde sei das Thema "Selbstreflektion" zentraler Qualifizierungsbestandteil und komme in "praktisch jeder Unterrichtseinheit vor, sei es ‚gewaltfreie Kommunikation´ oder auch ‚Unterstützung von Familien mit Migrationshintergrund´", beschreibt Niemöller-Fietz.

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