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Rehabilitation für chronisch kranke Kinder

Kinder mit chronischen Erkrankungen und psychischen Störungen, die langfristig negative Auswirkungen auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit haben, können eine Leistung zur Kinderrehabilitation erhalten. Im Gegensatz zu einer Mutter-/Vater-Kind-Kur steht hier das Kind im Mittelpunkt. Unter Achtjährige können dabei auch von einem Elternteil begleitet werden.

Rechtliches Seit dem 1. April 2007 gehören medizinisch notwendige Kuren zu den Pflichtleistungen der Krankenkassen. Kinder mit chronischen Erkrankungen und psychischen Störungen, die langfristig negative Auswirkungen auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit haben, können eine Leistung zur Kinderrehabilitation erhalten. Das gilt bis zum 18. Lebensjahr, unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 27. Lebensjahr und auch für Stiefkinder, Pflegekinder, Enkel oder Geschwister die im Haushalt des/der Versicherten betreut werden.

Heilung und Alltagsbewältigung
Im Gegensatz zu einer Mutter-/Vater-Kind-Kur steht bei einer Kinderreha das Kind im Mittelpunkt. Unter Achtjährige können dabei auch von einem Elternteil begleitet werden. Die Kinderrehabilitation bei chronischen und psychischen Krankheiten konzentriert sich nicht nur auf die rein medizinischen Bereiche – Sie beinhaltet auch Hilfestellung bei der Bewältigung des Alltages, bei der Integration in das normale Umfeld oder beim Einstieg in das Berufsleben. Deshalb sind verschiedene Beratungs- und Schulungsansätze meist ein fester Bestandteil des Rehabilitationsprogrammes. In der Regel dauert die Rehabilitation vier Wochen und kann, bei entsprechender medizinischer Notwendigkeit, auch verlängert werden.

BeratungÜbrigens! Schulkinder erhalten Stützunterricht in allen Hauptfächern, damit sie möglichst wenig Unterrichtsstoff versäumen.

Kosten
Kinderrehabilitation kann sowohl bei der Krankenkasse als auch beim Rentenversicherungsträger beantragt werden. Vor allem bei chronisch erkrankten Kindern ist die Rentenversicherung der richtige Ansprechpartner. Die Voraussetzung für eine Bewilligung ist die Aussicht auf eine wesentliche Besserung des Gesundheitszustandes, vor allem wenn die Gesundheit dauerhaft erheblich gefährdet ist.

Bundesweit gibt es spezielle Einrichtungen für die Kinderrehabilitation mit hohen Qualitätsstandards. Bei der Auswahl der geeigneten Einrichtungen wird sowohl auf die medizinischen als auch auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes eingegangen. Eltern haben allerdings auch die Möglichkeit sich eine Klinik selber auszusuchen.

FinanziellesDie Versicherungsträger übernehmen die Kosten für die Verpflegung und Unterkunft des Kindes, die ärztliche Betreuung, therapeutische Leistungen und medizinische Anwendungen. Auch Reisekosten oder Nebenkosten, die beispielsweise für eine erforderliche Begleitperson entstehen können, sind in den Leistungen inbegriffen. Unter bestimmten Voraussetzungen werden auch die Kosten für eine Haushaltshilfe übernommen. Grundsätzlich sind bei der Kinderrehabilitation keine Zuzahlungen zu leisten. In der Krankenversicherung besteht ab Vollendung des 18. Lebensjahres eine Zuzahlungspflicht.

BeratungÜbrigens! Unterhaltssichernde Leistungen anderer Sozialleistungsträger (ALG II, Sozialgeld) werden grundsätzlich für den Zeitraum des Aufenthaltes in der Rehabilitationseinrichtung weitergezahlt. Außerdem können berufstätige Eltern, die ein Kind aufgrund von Krankheiten pflegen müssen, von der Krankenkasse an bis zu 10 Tagen im Jahr ein Kinderpflege-Krankengeld erhalten. Alleinerziehende sogar an bis zu 20 Tagen je Kind.

Weiterführende Informationen, Links und Broschüren:

Buchtipp

Gemeinsame Informationen der gesetzlichen KV und RV zur Reha von Kindern und Jugendlichen
Die Broschüre gibt Auskunft über Ziel, Inhalt und Durchführung der Kinder- und Jugendlichenrehabilitation. Sie kann auf der Website der DRV herunter geladen und online als Printversion bestellt werden.

Rehabilitation für Kinder
Die Broschüre der Deutschen Rentenversicherung enthält alle wichtigen Informationen zur Kinderreha. Sie kann ebenfalls auf der Website der DRV herunter geladen und online als Printversion bestellt werden.

Webtipp

www.arbeitsgemeinschaft-kinderrehabilitation.de | Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen - Bundesrepublik Deutschland e.V.
Die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendrehabilitation e.V. ist ein Zusammenschluss von Fachleuten verschiedener Disziplinen und Kliniken der Kinder- und Jugendrehabilitation. Auf der Website gibt es Beratung und Information zur stationären Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen, eine Liste von Mitglieds-Einrichtungen, Informationen für Eltern. Im Downloadbereich finden Sie alle wichtigen Unterlagen sowie nützliche Checklisten rund um das Thema Kinderrehabilitation.

www.kinder-und-jugendreha-im-netz.de | Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Rehabilitation und Prävention
Auf ihrer Website informiert die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Rehabilitation und Prävention (DGPRP) über Reha-Maßnahmen für chronisch kranke Kinder: für wen eine Reha-Maßnahme geeignet ist, welche stationären Reha-Leistungen es gibt und wie ein Reha-Aufenthalt abläuft. Außerdem gibt es eine Übersicht von Reha-Kliniken, die auf Kinder und Jugendliche spezialisiert sind.

www.deutsche-rentenversicherung.de | Informationen der Deutschen Rentenversicherung
Die DRV bietet auf ihrer Website alle wichtigen Informationen sowie Antragsformulare und Broschüren zum Herunterladen. Außerdem gibt es ein kostenloses Servicetelefon, bei dem Fragen beantwortet werden: T 0800 / 1000 4800.

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