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Junge Mütter profitieren von betrieblichen Trainingsmaßnahmen

Junge Frauen mit Partner und Kindern profitieren laut einer Studie des Institus für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stark von betrieblichen Trainingsmaßnahmen. Bei 18- bis 30-jährigen Hartz-IV-Empfängerinnen steigen die Chancen auf eine reguläre Beschäftigung nach einer solchen Maßnahme erheblich. Schulische Kurse und Ein-Euro-Jobs haben dagegen eine wesentlich geringere Wirkung.

Arrangements zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die für das betriebliche Training getroffen werden, erleichtern den Einstieg in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis, so die Ergebnisse der Studie. Allerdings reicht das Einkommen aus dem neuen Job nicht immer für den Lebensunterhalt der ganzen Bedarfsgemeinschaft, so dass die Frauen häufig Arbeitslosengeld II ergänzend beziehen.

Ohne betriebliche Trainingsmaßnahmen, Kurs oder Ein Euro-Job sind zweieinhalb Jahre nach Beginn der Arbeitslosigkeit und des Arbeitslosengeld II-Bezuges rund ein Drittel der alleinstehenden 18- bis 30-jährigen Hartz-IV-Empfängerinnen und -Empfänger sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Bei den Alleinstehenden sind die Beschäftigungsquoten der Männer und Frauen nahezu identisch. Wenn jedoch Partner und Kinder vorhanden sind, unterscheiden sie sich erheblich: Rund 40 Prozent der jungen Männer mit Partnerin haben nach zweieinhalb Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job, aber nur etwa 20 Prozent der jungen Frauen mit Partner. Bei den jungen Frauen mit Partner und Kindern sind es sogar weniger als 15 Prozent. Die IAB-Studie führt die Unterschiede auf traditionelle Rollenbilder und fehlende Kinderbetreuungsangebote zurück.

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