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Gut ankommen in Niedersachsen! | Eltern mit Fluchthintergrund beteiligen

Die dritte Fachtagung im Rahmen von "Gut ankommen in Niedersachsen!" stand unter dem Titel "Eltern mit Fluchthintergrund beteiligen - Impulse aus Theorie und Praxis". Das Niedersächsische Sozialministerium und das Institut für Sozialpädagogische Forschung gGmbH (ism) Mainz hatten ein interessantes Programm aus Vortrag, Kurzinput und Vorstellung von Best-Practice-Beispielen für die Veranstaltung am 10. Mai 2017 in Hannover zusammengestellt.

Norbert Schnipkoweit, Niedersächsisches Sozialministerium, und Heinz Müller (ism) begrüßten die angereisten Fachkräfte aus den Kommunen und von freien Trägern zur projektbegleitenden Fachtagung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Ansätze, Formen und Möglichkeiten zur Elternbeteiligung für Familien mit Fluchthintergrund in Niedersachsen.

Mit dem Projekt "Gut ankommen in Niedersachsen!" für Flüchtlingsfamilien unterstützt das Land Niedersachsen die Weiterentwicklung und Qualifizierung einer Willkommenskultur und die interkulturelle Öffnung von Regelsystemen. Das Projekt wird vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH wissenschaftlich begleitet.

Die professionelle Gestaltung der Zusammenarbeit mit zugewanderten Eltern gelingt nur auf der Basis echter Gegenseitigkeit. Das erläuterte Matthias Bartscher, Leiter der Schulpsychologie und Erziehungsberatung Hamm, während der Tagung in einem anschaulichen einleitenden Fachvortrag.

Wie die Umsetzung in Niedersachsen gelingt, zeigte anschließend die Vorstellung von zwei Praxisbeispielen. Im Landkreis Osterholz etwa wird Elternbeteiligung über die Angebote der Frühen Hilfen wirkungsvoll ermöglicht. Das Mehrgenerationenhaus Burgdorf stärkt über verschiedene Eltern-Kind-Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten im Sozialraum das Selbstbewusstsein und die Selbstwirksamkeit der Familien mit Fluchthintergrund. Dabei setzen auch vermittelte Begegnungen zwischen etablierten Gruppen oder Vereinen mit den Familien neue Integrationsimpulse.

Fachkräfte können auch Möglichkeiten zur weiteren Kooperation und Vernetzung mit vorhandenen Angeboten nutzen, die auf der Fachtagung vorgestellt wurden. Das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen (MEN) informiert zugewanderte Eltern über das niedersächsische Bildungssystem und bietet kostenlos mehrsprachige Informationsveranstaltungen vor Ort an. Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen hat mit den Projekten Elterntalk und Interkultureller Kaffeeklatsch mehrjährige Erfahrung in der Elternarbeit zu verschiedenen Erziehungsthemen mit zugewanderten Familien gesammelt und steht ebenfalls als Kooperationspartnerin zur Verfügung.

Abschließend diskutierten die Teilnehmenden über Gelingensbedingungen und weitere Entwicklungsbedarfe bei der Beteiligung von Eltern mit Fluchthintergrund und in der Zusammenarbeit mit ihnen.

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