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15. Kinder- und Jugendbericht vorgestellt

15-Kinder+Jugendbericht_CoverAm 1. Februar 2017 hat das Bundeskabinett die Stellungnahme zum 15. Kinder- und Jugendbericht beschlossen. Eine unabhängige Sachverständigenkommission hatte den Bericht mit dem Titel "Zwischen Freiräumen, Familie, Ganztagsschule und virtuellen Welten - Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsanspruch im Jugendalter" im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet.

Der Bericht zeichnet ein aktuelles Bild der Lebenslagen und des Alltagshandelns Jugendlicher und junger Erwachsener. Er untersucht die Rahmenbedingungen des Aufwachsens sowie Einflüsse von Digitalisierung, demografischer Entwicklung und Globalisierung und analysiert alterstypische Problemlagen. Außerdem sind erstmals auch Sichtweisen junger Menschen unmittelbar in den Bericht eingeflossen.

Betrachtet wurden auch Familienbeziehungen, Gleichaltrigen- und Paarbeziehungen sowie Jugendkulturen und -szenen. Darüber hinaus analysiert der Bericht das Verhältnis von Jugend zu Politik und Religion, zu Gegenwart und Zukunft - bei regional unterschiedlichen Rahmenbedingungen und im Kontext von Mobilität, Digitalisierung und Globalisierung.

Ein ganzes Kapitel ist dem digital-vernetzten Leben Jugendlicher gewidmet. Darüber hinaus zieht der 15. Kinder- und Jugendbericht auch eine Zwischenbilanz zur Ganztagsschule aus der Jugendperspektive und analysiert die Situation und die Herausforderungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie der sozialen Dienste im gesellschaftlichen Wandel.

Jugendliche in ihren Herausforderungen unterstützen
Der Jugendbericht steht unter dem Leitmotiv "Jugend ermöglichen". Damit ist gemeint, dass Politik und Gesellschaft Bedingungen schaffen, unter denen Jugendliche und junge Erwachsene die Herausforderungen meistern können, die mit der Lebensphase Jugend verbunden sind. Für sie alle geht es darum, eine allgemeinbildende, soziale und berufliche Handlungsfähigkeit zu entwickeln (Qualifizierung), Verantwortung für sich selbst zu übernehmen (Verselbstständigung) sowie eine persönliche Balance zwischen der eigenen Freiheit und der sozialen Zugehörigkeit zu finden (Selbstpositionierung).

Das Jugend- und junge Erwachsenenalter ist eine eigenständige Lebensphase mit besonderen Herausforderungen - deshalb bedarf es nach Auffassung der Bundesregierung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Diese Politik orientiert sich an zwei Maßstäben: an den Interessen und Bedürfnissen der Jugend selbst und am Zusammenwirken vieler Akteurinnen und Akteure für eine jugendgerechte Gesellschaft.

Neue Broschüre "Jugend ermöglichen" vorgestellt
Jugend-ermöglichen_Jugendbroschüre-zum-15-Kinder+Jugendbericht_CoverMit einer ergänzenden Jugendbroschüre zum Bericht "Jugend ermöglichen!" möchte das Bundesjugendministerium außerdem dazu beitragen, dass nicht nur die Fachwelt über den 15. Kinder- und Jugendbericht und über Anforderungen an eine jugendgerechte Politik und Gesellschaft diskutiert. Angesprochen werden sollen alle Interessierten, insbesondere aber die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, um die es im Bericht geht.

Erstellt wurde die Broschüre durch ein zehnköpfiges junges Redaktionsteam der Jugendpresse Deutschland. Die Jugendbroschüre ist jedoch keine Zusammenfassung des gesamten Berichts, sondern eine verständliche Aufbereitung von zentralen Themen - und zwar solchen, zu denen sich junge Menschen selbst immer wieder einbringen: Was sie verbindet und was sie trennt, welche Beziehungen sie zu Gleichaltrigen haben, wie sie sich beteiligen und welche (Frei-)Räume sie beanspruchen. Die Jugendbroschüre liefert dazu wichtige Erkenntnisse. Außerdem erfahren die Leserinnen und Leser Wissenswertes zu jugendlichen Grenzgängen zwischen Online- und Offline-Welten, zum Verhältnis von Jugendlichen zu Ganztagsschulen oder darüber, was es bedeutet, in einer globalisierten Welt jung zu sein.

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